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Einrichten Eine Mitarbeiterin der BAnane-Jugendredaktion renoviert ihr Zimmer und erzählt vom Ikea-Einfluss

Von widerspenstiger Tapete und Verwirrung durchs Billy-Regal

Wer kennt es nicht, man will sein Zimmer neu einrichten, ist handwerklich jedoch nicht begabt, meist greift man da zu Ikea-Möbeln. Sie sehen schön aus, es gibt eine große Auswahl, und die Bauanleitungen sind einfach. Doch was steckt hinter dem System Ikea und ist es wirklich gut?

Der Einrichtungskonzern Ikea wurde 1943 von Ingvar Kamprad in Schweden gegründet. Die Firma verkaufte zunächst Güter wie Kugelschreiber, Bilderrahmen oder andere kleine Gegenstände. 1947 begann Kamprad, Möbel zu verkaufen, vorerst an Bauern der Provinz Småland, da die Herstellungskosten dort niedrig gehalten werden konnten. Das Prinzip, wie man es heute kennt, entstand etwas später. Das Ziel von Ikea ist es, Möbel zu verkaufen, die leicht zu transportieren sind, die man direkt aus dem Möbelhaus mitnehmen kann und die einfach aufzubauen sind. Auch die Restaurants, die es bis heute gibt, gab es schon damals. 1985 kam Kamprad auf die Idee, Restaurants in den Möbelhäusern zu eröffnen. Sie sollten für eine gemütliche Atmosphäre sorgen, Stress während des Kaufens verringern, und zudem wurden schwedische Spezialitäten angeboten, die man kennt, beispielsweise Köttbullar oder besondere Fischsorten.

Selbst handwerken

Ich selbst renoviere gerade auch mein Zimmer. Es ist sehr alt, da es beispielsweise noch eine alte Holzdecke hatte, die man jetzt nicht mehr gebrauchen kann – und schön sieht es auch nicht aus. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mein Zimmer selbstständig zu renovieren, nur mit Hilfe meiner Eltern, da ich finde, dass so etwas auch selbst machbar ist und man dadurch sagen kann, man habe das eigene Zimmer eigenständig renoviert. Außerdem weiß man meist am besten, was man machen möchte und wie es gefällt.

Zunächst haben wir erst einmal die alte Decke abmachen müssen, dies waren lediglich Holzdielen, die sehr einfach mit etwas Gewalt abzumachen waren. Schrauben mit dem Akkuschrauber raus und die einzelnen Dielen fielen quasi von selbst herunter.

Danach kam der schwierigere und aufwendigste Teil: die Tapete. Wer jemals Tapete entfernt hat, weiß, was das für eine Arbeit ist – eine sehr nervenaufreibende. Mit mühseliger Arbeit hat sich die Tapete ganz langsam und in kleinen Teilen abkratzen lassen. Ein Tipp, um dies einfacher zu gestalten: Erst den oberen Teil der Tapete entfernen, bis die Körnung zu sehen ist und diese dann gut befeuchten. Damit löst sich der Kleber auf und es ist einfacher, die Tapetenreste abzukratzen. So funktioniert es zwar besser, dauert aber dennoch lang.

Möbel aufbauen

Nachdem dies erledigt war, mussten nur noch die Löcher gestopft werden, von beispielsweise Dübeln in der Wand. Zuletzt konnte verputzt werden und das war’s. Beim Aufbauen der Ikea-Möbel sollte man geduldig rangehen, da es schon mal zu Verwirrungen kommen kann – sogar beim schon legendären Billy-Regal. Grundsätzlich sollte es aber für jeden machbar sein.

Ich finde das Prinzip Ikea gut, denn es ist günstig, leicht aufzubauen, und es macht sogar Spaß, sich darum zu kümmern, das eigene Zimmer zu gestalten. Generell ist Handwerkern, wenn man es selber macht, spaßig. Man hat einige Erfolgserlebnisse, hat sich das Geld für die Handwerker gespart, da es meist selbst machbar ist. Und man weiß ganz genau, was gemacht wird. Svenja Thomas

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