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Ernährung Immer neue Trends kursieren in der Öffentlichkeit – aktuell ist Basenfasten hoch im Kurs

Warum Zitronen gar nicht so sauer sind

Archivartikel

Low carb, glutenfrei, vegan, intermittent fasting – nie haben sich die Menschen mit mehr Ernährungstrends konfrontiert gesehen wie heute. Über die Vor- und Nachteile der zahlreichen Möglichkeiten wird im Privaten sowie in der Öffentlichkeit, im Netz und den sozialen Medien nicht wenig diskutiert. Seit einigen Monaten etabliert sich ein neuer Trend: die basische Ernährungsweise oder auch „Basenfasten“.

Basierend auf der Annahme dass der menschliche Körper unter einer Übersäuerung leidet, die durch ungesunde Ernährung hervorgerufen wird, soll bei der basenüberschüssigen Ernährungsweise eine Entsäuerung beziehungsweise Entschlackung des Organismus stehen. Diese wird durch den Verzehr von Nahrungsmitteln, die im Körper basenbildend wirken, angeregt. Ein gesunder Organismus ist allerdings in der Regel in der Lage, sämtliche Lebensmittel, die im Körper säurebildend wirken, abzubauen, ohne dass der pH-Wert des Bluts aus dem Gleichgewicht gerät.

Säurebildner, die bei einer bewusst basenreichen Ernährung möglichst vermieden oder nur in geringen Mengen verzehrt werden sollten, sind zum Beispiel Weizenmehlprodukte, Eier und Milchprodukte sowie Zucker, Alkohol und Koffein. Basenbildend hingegen wirken im Körper hauptsächlich Gemüse und Obst – darunter auch die als sauer empfundenen Zitrusfrüchte – sowie bestimmte Kräuter. Ob eine basenreiche Ernährung dauerhaft gesünder, fitter und vitaler macht, ist nicht bewiesen. Als Fazit kann man sich allerdings merken: Das A und O für einen gesunden Organismus ist eine ausgewogene Ernährung. Man kann und sollte von allem etwas essen, von manchen Dingen eben mehr oder weniger. Und dass Obst und Gemüse gesund sind und Zucker nur in Maßen genossen werden sollte, ist nun wirklich nichts Neues. Eva-Lotte Wenderoh

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