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Welt aus, Musik an

Archivartikel

Manchmal frage ich mich: Was macht meine Generation aus? Wir sind nicht die Generation Golf, wir sind – wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre – auch nicht unbedingt die Generation No Golf. Generation Doof sind wir aber zum Glück auch nicht. Wir sind die Millennials, Generation X, Y, Z – doch was sollen sich die Leute, die mit diesen Bezeichnungen weniger vertraut sind, unter uns vorstellen? Markenzeichen: Modisch bewegen wir uns flexibel zwischen Neuware und Second Hand mit Tendenz zu den 1980er Jahren. Wir sprechen viele Sprachen, aber keinen Dialekt. Wir essen international, aber gerne laktose-, histamin- oder glutenfrei, mal vegan, mal paleo. Wir lieben es bunt. Unser Smartphone haben wir ständig in der Hand. Aber was uns wirklich von anderen smarten Generation unterscheidet, sind unsere Kopfhörer. Wir tragen sie immer und überall. Sie sind klein, groß, mit oder ohne Kabel, in vielen unterschiedlichen Farben und Mustern designt – ein persönliches oder sogar politisches Statement. Mit ihrer Hilfe schalten wir die Welt aus und die Musik an. Unser eigener Soundtrack, in dessen Takt wir uns durch die Straßen unserer Stadt und dieser Welt bewegen. „Da müsste Musik sein“, denken wir uns und haben sie immer in der Tasche. Unabhängig von den Charts und den Radiosendern schalten wir immer das passende Lied auf Play oder Pause, nehmen uns das, was wir brauchen, sind unser eigener Programmchef. Ist es eine Methode der Abschottung? Vielleicht. Weltflucht? Manchmal. Ein Weg zur Entspannung in stressigen Zeiten, in denen wir von A nach B hetzen? Zum Glück. Bis neulich, Eure BAte

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