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Weltmeister der Toiletten

Archivartikel

Die Zeit heilt alle Wunden. Die meisten Fans haben inzwischen verkraftet, dass die deutsche Nationalelf in der Vorrunde aus der Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschieden ist. Dass wir kein weiteres Sommermärchen feiern konnten. Dass kein fünfter Stern aufs Trikot kommt. Ich finde: Wenn das Runde nicht mehr in das Eckige kommt, sollten wir Deutschen uns auf die Dinge konzentrieren, die wir richtig gut können. Toiletten bauen zum Beispiel. Urlaubsberichte aus den Sommerferien sind die Grundlage meiner Studie. Sehen wir uns doch einmal Weltmeister Frankreich an: Für die Männer kein Problem, für die Frauen schon eher eines, denn an französischen Raststätten wird im Stehen gepinkelt. Ein Bein links, ein Bein rechts, in Ordnung. Aber wohin mit der Hose? Setzen, sechs. Im zweitplatzierten Land Kroatien finden wir zwar nette öffentliche Toiletten zum Daraufsetzen, doch dort ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass Mann und Frau ihr eigenes Toilettenpapier mitbringen. Also: gleich einen Knoten ins Klopapier machen. Belgien, der Sieger der Herzen, ist zwar bekannt durch den Manneken Pis, der in Brüssel unablässig Wasser lässt, erreicht in meinem Toiletten-Test aber eine gute Note. In den meisten noch so kleinen Spelunken finden sich saubere stille Örtchen. England hat in der WM den vierten Platz erreicht, bekommt aber in puncto WC eine Bestnote. Dort finden sich so viele öffentliche Toiletten, wie ich es in kaum einem anderen Land gesehen habe. Zugang und Sauberkeit werden mit „well done“ bewertet. Was ist eine verlorene Fußball-Weltmeisterschaft schon gegen nette Toiletten? Denkt bei eurem nächsten Besuch in der Keramikabteilung daran und vergesst die Niederlage! Bis neulich, Eure BAte

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