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Soziale Kontakte Während der Corona-Kontaktbeschränkungen vermissen viele ihre Freunde und Familie

Wie Alleinlebende die Krise meistern

Archivartikel

Wir Menschen sind soziale Wesen. Der alltägliche Kontakt mit anderen ist eigentlich selbstverständlich, und manchmal wünscht man sich sogar, mal etwas mehr Zeit für sich allein zu haben. Davon haben wir seit Corona und seitdem die Kontaktbeschränkungen begonnen haben genug, jetzt wünschen sich die meisten nichts sehnlicher, als wieder Freunde, Kollegen und Familie treffen zu können. Bei vielen kommt nach einer gewissen Zeit nämlich ein Gefühl der Einsamkeit auf, obwohl die meisten gar nicht alleine leben und wenigstens ihre Familie oder Mitbewohner um sich haben. Aber wie ist das eigentlich bei Alleinlebenden? Die BAnane-Jugendredaktion hat dazu Claudia (53) kontaktiert und sie über ihr Leben alleine während der Corona-Kontaktbeschränkungen befragt:

Wie halten Sie während der aktuellen Beschränkungen Kontakt zu Freunden und Verwandten?

Claudia: Da ich die Quarantäne-Auflagen sehr ernst genommen habe, habe ich die persönlichen Kontakte zu anderen Menschen sehr stark reduziert. Getroffen habe ich mich in den letzten Wochen nur mit einer Familie, von der ich wusste, dass sie sich auch an die Auflagen hält. Mit meinen anderen Freunden und Bekannten habe ich mich oft zum Videochatten verabredet. Dabei sind wir sehr kreativ geworden, haben zusammen gekocht, gegessen oder einfach ein Glas Wein getrunken.

Wie stark haben die Kontaktbeschränkungen Ihren Alltag verändert, waren Sie öfter alleine?

Claudia: Mein Alltag hat sich nicht sehr stark verändert, da ich glücklicherweise von zu Hause aus weiter arbeiten kann. Natürlich konnte ich meine Kolleginnen und Kollegen dann nur noch über den Bildschirm sehen und hören. Dadurch war ich nicht viel öfter alleine, als ich es sonst gewesen wäre. Trotzdem habe ich in der vergangenen Zeit mehr Dinge für mich selbst gemacht und auch wieder Spaß daran gefunden, einfach mal ein Buch zu lesen.

Würden Sie sagen, dass die Kontaktbeschränkungen eine psychische Belastung für Sie darstellen?

Claudia: Um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass mich die Kontaktbeschränkungen schon belasten. Besonders traurig macht es mich, dass ich meine Familie und Menschen, die mir wichtig sind, aktuell nicht sehen oder in den Arm nehmen kann. Zudem sorge ich mich natürlich um sie und hoffe, dass wir die Krise alle gesund und munter überstehen. Alles in allem versuche ich aber, positiv in die Zukunft zu blicken.

Besserung ist in Sicht

Genau wie Claudia sollten wir alle versuchen, positiv in die Zukunft zu schauen und uns neue Dinge suchen, die uns Spaß und Abwechslung bereiten. Nach und nach werden viele der Beschränkungen in den kommenden Tagen und Wochen gelockert, und wenn wir uns alle an die vorgegebenen Hygienemaßnahmen halten, werden wir unsere Familien, Freunde und Kollegen hoffentlich bald wieder sehen können. Mia Eck

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