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Wissen Laute Musik kann die Ohren stark schädigen – einige Überlegungen zum Thema

Wie hört der Mensch?

Die laute Musik, die aus den Kopfhörern des Sitznachbarn im Bus schallt, stört nicht nur jeden Mitreisenden, sie schädigt auch das Gehör des Musikfans.

Der Hörapparat des Menschen ist sehr empfindlich. Das maximale Hörspektrum des prototypischen Menschen liegt im Frequenzbereich von 20 bis 20 000 Hertz. Je höher die Hertzzahl, desto tiefer ist der Ton. Mit dem Alter nimmt die Hörempfindlichkeit natürlicherweise ab.

Die wirkliche, maximal für einen Menschen hörbare Frequenz, liegt bei ungefähr 12 000 bis 17 000 Hertz. Richtig Sprache verstehen können wir sogar nur in einem noch eingeschränkteren Rahmen – die Sprachverständlichkeit liegt im Bereich von 300 bis 3400 Herz. Das ist auch die Frequenz, auf der unsere Telefongespräche übertragen werden. Alles, was darüber oder darunter liegt, rauscht oder kommt nicht verständlich an.

Ein Düsenjet dröhnt mit 140 Dezibel

Menschen können uns bei normalem Abstand nicht durch Schreien das Gehör zerstören. Männer erreichen bis zu 75 Dezibel, Frauen bis zu 69. Ein Blätterrascheln in der Ferne wird mit einem Schalldruckpegel von zehn Dezibel gemessen. Ein Düsenjet in 30 Meter Entfernung dröhnt mit 140 Dezibel, etwa zehn Dezibel über der Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs.

Eine Erhöhung des Schallpegels um zehn Dezibel verdoppelt die subjektiv empfundene Lautstärke. Die unter Umständen 120 Dezibel laute Musik auf den Kopfhörern ist für das Ohr demnach 2000 mal so laut wie die Blätter im Wald. Kann der Busfahrer die Musik aus der letzten Reihe mithören, wird es also kritisch für das Gehör. Alisa Kavelj

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