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Tag der Deutschen Einheit Der 3. Oktober 1990 ging in die Geschichtsbücher ein / Gedanken einer BAnane-Mitarbeiterin zu diesem Tag

Wieder vereint und zusammen gewachsen

Archivartikel

Der Wunsch nach einer Einheit Deutschlands ist bereits sehr alt und hat zahlreiche Kapitel in unseren Geschichtsbüchern gefüllt. Während es sich im 19. Jahrhundert um unzählige Kleinstaaten gehandelt hat, die darauf hofften, einen gemeinsamen Staat zu gründen, sehnte man sich in den 1980er-Jahren nach einer Wiedervereinigung zweier Staaten, die zu diesem Zeitpunkt außer einer gemeinsamen Geschichte und der gleichen Sprache nur wenig gemeinsam hatten. Dieser Wunsch wurde dann am 3. Oktober 1990 erfüllt.

Als die Uhren am Tag der Deutschen Einheit Mitternacht schlugen, trat der Einigungsvertrag in Kraft, welcher die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an die freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik Deutschland anschloss und dort das Grundgesetz einführte. Gleichzeitig musste Bonn den Status als Bundeshauptstadt an das wiedervereinigte Berlin abtreten. Im ganzen Land kam es auf den Straßen zu Feierlichkeiten und ausgelassener Freude, sodass die Aussage der ehemaligen Präsidentin der Volkskammer Sabine Bergmann-Pohl, der 3. Oktober 1990 sei der „glücklichste Tag der Deutschen“ wirklich zutreffend sein musste.

Nicht nur uns Deutsche bewegte dieser Tag, zahlreiche andere Staaten gratulierten der jungen Nation, dass sein Staatsgebiet seit jeher als endgültig ohne weitere Gebietsansprüche ansieht. So gibt es Berichte, dass Deutsche im Ausland mit Blumen und Glückwünschen überschüttet wurden.

Auch ein Tag der gemischten Gefühle

Dennoch ging der Tag der Deutschen Einheit auch als Tag der gemischten Gefühle und Krawallen in die Geschichte ein. Im Inland herrschten Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft eines vereinigten Deutschlands, im Ausland dagegen gab es Zweifel, ob die Deutschen den gewährten Vertrauensvorschuss auch wirklich gerecht würden.

Dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung hat Deutschland, wie 1990 von dem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker prophezeit, „den anerkannten Platz in Europa“ gefunden. Inzwischen dürfte auch der größte Kritiker davon überzeugt sein, dass die Bundesrepublik Deutschland keine Bedrohung für andere Länder oder Minderheiten darstellt.

Wir sollten dankbar für diese wunderbare Chance sein und gleichzeitig dürfen stolz auf das sein, was wir uns gemeinsam als Gesellschaft seitdem aufgebaut haben. Sophia Rhein

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