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Finanzen Es gibt verschiedene Möglichkeit, wie man sein Erspartes anlegen kann / Doch was fördert man damit?

Wofür die Ersparnisse eingesetzt werden

Archivartikel

Immer mehr Menschen in Deutschland bemühen sich darum, umweltbewusst und ethisch vertretbar zu leben. Unverpacktläden locken viele Kunden und immer mehr Supermärkte bieten auch vegane Produkte an. Als einzelne Person sieht man sich häufig nicht in der Lage, etwas Großes zu bewegen, gibt aber sein Bestes in den kleinen Alltagsdingen.

Projekte hinterfragen

Doch den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Ersparten unter Umständen trotz allem Tierversuche und Kinderarbeit unterstützen könnten. Banken und Versicherungen können das bei ihnen angelegte Geld für Projekte einsetzen, die sie selbst wählen. Kurzfristige Anlagen sind dabei zwar lukrativ, können einer nachhaltigen Entwicklung aber im Weg stehen. Wer sein Geld bei einem Institut anlegt, sollte wissen, welche Unternehmen dadurch gefördert werden und welche nicht, und ob man diese unterstützen möchte. Durch teilweise unklare Finanzpläne und Diskrepanzen zwischen Selbstverpflichtungen und tatsächlicher Praxis fällt das Kunden aber zunehmend schwerer.

Sozial und umweltfreundlich

Während manche Banken die Spareinlagen der Kunden unter Umständen in Anleihen und Aktien für kontroverse Unternehmen umwandeln, verfolgen sehr viele andere Institute ethische und ökologische Standards. Diese Kreditinstitute schließen die Förderung bestimmter Wirtschaftszweige standardmäßig aus und fördern gezielt soziale oder umweltfreundliche Projekte.

Investieren in den guten Zweck

Ungefähr ein Dutzend sogenannter grüner Banken stehen deutschen Anlegern zur Verfügung. Dabei hat auch hier jede Bank ihre ganz eigene Agenda. Knapp die Hälfte der Institute wird kirchlich verwaltet und legen den Fokus zum Teil mehr auf karitative Hilfe.

Im Grunde fließen die Gelder der meisten Banken aber in erneuerbare Energien, Kulturprojekte, den Gesundheitssektor, in soziale Bauprojekte und den Tierschutz. Einige der Banken geben ihren Kunden aufgeschlüsselte Berichte über ihre Investitionen, vereinzelt kann man sogar selbst über die Verteilung der Gelder entscheiden.

Wie überall gilt aber bei der Suche nach einem geeigneten Produkt folgendes: Die Begriffe „ethisch“ oder „ökologisch“ sind keine Garantie für ein eben solches Handeln. Hier gilt es, sich umfassend zu informieren, um genau das Kreditinstitut zu finden, das die eigenen Kriterien erfüllt und gewünschte Projekte unterstützt. Damit ist selbst schon mit einem einfachen Girokonto der erste Schritt zum nachhaltigen Investieren getan. Alisa Kavelj

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