Bensheim

Feuerwehr Wilmshäuser Brandschützer unterstützten Wehren in der Nachbarschaft, vor allem in Schönberg

14 Mal im Einsatz, doch nur einmal im eigenen Stadtteil

Wilmshausen.Mit 14 Einsätzen musste die Freiwillige Feuerwehr Wilmshausen 2018 zweimal häufiger ausrücken als im Vorjahr. Für Wehrführer Tobias Kindinger war es daher ein „durchschnittliches Jahr“, das aber dennoch eine Besonderheit hatte: Nur bei einem der Einsätze hatten die Wilmshäuser Brandschützer am eigenen Ort zu tun und das auch nur zum Teil. Es ging um eine Ölspur, die von Wilmshausen bis Auerbach führte und auch die Wehren aus Schönberg, Bensheim und Auerbach beschäftigte.

Der größte Teil der Einsätze betraf Schönberg. Das galt für den zunächst befürchteten Gras- und Gestrüppbrand, der sich allerdings als angemeldetes Nutzfeuer herausstellte wie für vier von insgesamt sieben technische Hilfeleistungen und vier von fünf Fehlalarme.

Dreimal hatte wieder die Brandmeldeanlage auf Schloss Schönberg fehlerhaft ausgelöst. Der fünfte Fehlalarm kam aus dem Heilig-Geist-Hospital in Bensheim, dessen Brandmeldeanlage ebenfalls fehlerhaft ausgelöst hatte.

Einer Besonderheit geschuldet war der zweite Brandeinsatz (Rauch aus dem Kanal), der nach Elmshausen führte. Wegen der Vollsperrung der Nibelungenstraße waren die Wilmshäuser bis zum Baustellenbeginn für den Brandschutz auch hier zuständig. Doch schon bei der Anfahrt wurden sie informiert, dass ihr Eingreifen nicht nötig war.

Einer der insgesamt vier Einsätze auf Schloss Schönberg war allerdings kein Fehlalarm. Im Hauptgebäude war im Obergeschoss eine Wasserleitung defekt, und das Wasser ergoss sich über mehrere Etagen bis in den Keller und löste dort den Brandmelder aus. Zum Glück, denn ohne die Alarmierung wäre vermutlich die Stuckdecke heruntergekommen, die anschließend mit Hilfe des THW abgestützt wurde.

Insgesamt absolvierten die Wilmshäuser Brandschützer im vergangenen Jahr über 30 Einsatzstunden. Dazu kamen über 140 Einsatzstunden für den Brandsicherheitsdienst bei insgesamt 23 Veranstaltungen im Parktheater.

22 Übungs- und Unterrichtsabende, zum Teil gemeinsam mit den Kameraden aus Schönberg, waren der Ausbildung geschuldet. Wehrführer Tobias Kindinger hat sich durch den Besuch eines Lehrgangs und einer Fortbildung zur Feuerwehrführungskraft weiterqualifiziert. So konnte er im Rahmen der Jahreshauptversammlung von Kreisbrandmeister Volker Steiger vom Oberlöschmeister zum Brandmeister befördert werden.

Das macht ihn auch für den Leitungsdienst auf Kreisebene interessant, wie Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn mit Hinweis auf die aktuell vakante Position des Kreisbrandinspektors feststellte. Dass sich die Nachfolge des Ende des vergangenen Jahres in Ruhestand gegangenen Kreisbrandinspektors Wolfgang Müller als schwieriger erweist als vermutet, ist auch bei den aktuell stattfindenden Jahreshauptversammlungen der Wehren Thema. So verwies Kreisbrandmeister Steiger auf eine Sitzung an diesem Dienstag, nach der es mehr Informationen geben soll. Aktuell übernimmt der stellvertretende Kreisbrandinspektor Werner Trares die Aufgaben des Kreisbrandinspektors und wird dabei von den Kreisbrandmeistern unterstützt. Nach wie vor ist Wolfgang Müller noch Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

Hingewiesen wurde von Wehrführer Kindinger noch auf verschiedene Ergänzungen der Feuerwehrausrüstung. Neben der Ausstattung mit neuer Feuerschutzkleidung durch die Stadt Bensheim wurde die Einsatzabteilung auf Kosten des Feuerwehrvereins mit neuen Poloshirts und Jacken ausgestattet. Außerdem wurden mit eigenen Mitteln eine Motorsäge sowie ein Türöffnungsset angeschafft. js

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