Bensheim

Berufsfeuerwehrtag Zahlreiche Einsätze und Übungen für die jungen Brandschützer

24-Stunden-Schicht für die Jugendwehr

Archivartikel

Bensheim.Am Freitagnachmittag begann beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Bensheim-Mitte die 24-Stunden-Schicht für die Jugendlichen in der Wache. Nachdem die Betten aufgebaut, die Umkleide eingerichtet sowie die Fahrzeuge und Gerätschaften geprüft waren, ertönte der erste Alarm. Es war klar: Dies wird keine ruhige Schicht.

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr Bensheim“ hieß es. Die eingeteilte Mannschaft rückte nach einigen Minuten zu einer Ölspur aus. Nachdem rund die Hälfte der Mannschaft auf der Wache verblieb, wurde diese kurze Zeit später zu einem weiteren Einsatz in der Innenstadt alarmiert. Eine Person sei von einer Mauer gestürzt.

Die Einsätze konnten mit Hilfe von Ölbindemittel, der Trage und dem Rettungsdienst schnell und erfolgreich abgearbeitet werden.

Am frühen Abend lautete das Einsatzstichwort „FBMA Brandeinsatz Liebfrauenschule“. Am Einsatzort angekommen, rüstete sich der erste Trupp mit einem Kleinlöschgerät aus und machte sich auf die Suche nach dem ausgelösten Melder.

Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Dach nach möglichen Glutnestern kontrolliert. Glücklicherweise konnte nach ein paar Minuten Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Anschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Bensheim von oben vom Kirchturm der Stadtkirche Sankt Georg zu betrachten.

Am späten Abend wurde die Jugendfeuerwehr Bensheim-Mitte parallel zu zwei Einsätzen gerufen. An einem Autohaus in Bensheim war ein Schacht vollgelaufen, dieser wurde mit Hilfe von zwei Tauchpumpen wieder leer gepumpt.

Im Anschluss unterstützten die Einsatzkräfte ihre Kameraden bei der Firma Sartorius, bei der es zu einem unklaren Brand gekommen war. Es stellte sich heraus, dass hinter einer Halle Unrat gebrannt hatte.

Mit der Alarmierung zu einem Großeinsatz wurden die Jugendlichen um 5 Uhr morgens aus dem Schlaf gerissen. Auf der Anfahrt war schon zu erkennen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Scheunenbrand handelte. Die Jugendlichen reagierten schnell. Es wurden mehrere Strahlrohre vorgenommen, um das Feuer zu löschen und vor allem eine Ausbreitung zu verhindern.

Es folgte ein Übungsdienst mit der Rettungshundestaffel des DRK Bensheim und dem THW Bensheim. Den jungen Brandschützern wurde gezeigt, wie ein Rettungshund bei der Personensuche vorgeht oder wie man sich mit Hilfe von Leiterteilen ein Hilfsmittel bauen kann, welches bei der Rettung von verschütteten Personen hilfreich sein kann.

Personensuche am Kieswerk

Kurze Zeit später kam es zu einem Einsatz am Kieswerk Rohr. Es wurden mehrere Personen vermisst, mindestens eine Person sei verschüttet. Mit Hilfe der Rettungshundestaffel konnten die vermissten Personen schnell gefunden werden.

Beim letzten Einsatz der 24-Stunden-Schicht lautete das Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit Lkw, Person eingeklemmt“. Auf dem Gelände der GGEW AG war ein Pkw mit einem Lastwagen kollidiert. Mit Hilfe von schwerem Gerät mussten zwei Personen aus dem Fahrzeug gerettet werden. Gleichzeitig wurde von einem Trupp der Brandschutz sichergestellt.

Alle Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, die sich für die Arbeit der Jugendfeuerwehr interessieren, sind herzlich eingeladen montags, ab 18 Uhr, in den Feuerwehr Stützpunkt Bensheim zu kommen, und den Einsatzkräften einmal über die Schulter zu schauen. red

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