Bensheim

TSV Auerbach Mitgliederversammlung des Gesamtvereins mit Wahlen und Berichten / Kein Diskussionsbedarf bei den Planungen für die Hallenneubauten

243 Sportgruppen mit 357 Angeboten

Auerbach.Das Coronavirus mit dem Lockdown hatte auch für die TSV Auerbach erhebliche Auswirkungen, sowohl im Sportbetrieb als auch bei der Durchführung von Veranstaltungen. Die Einschränkungen bescherten Trainern und Funktionären neue Herausforderungen, die aber letztendlich mit Bravour gemeistert wurden.

„Wir nutzten die Auszeit und brachten unter anderem unsere Anlage auf Vordermann. Einer der wenigen positiven Aspekte der Pandemie“, verdeutlichte Vorstandsvorsitzender Horst Knop in seinem Rechenschaftsbericht in der am Freitagabend mit sechsmonatiger Verspätung durchgeführten Mitgliederversammlung des Gesamtvereins in der großen Sporthalle.

Die eigentliche Überraschung folgte für die anwesenden Vereinsmitglieder allerdings erst zur fortgeschrittenen Stunde beim Ausblick 2020/21. So stellten TSV-Präsident Günther Kuch und Bürgermeister Rolf Richter Details einer Machbarkeitsstudie des über 3600 Mitglieder zählenden Vereins vor, die den Bau von zwei Sporthallen in dem Bereich zwischen Winkelbach und dem künftigen siebenzügigen Kindergarten an der Einmündung Berliner Ring/Bertolt-Brecht-Ring vorsieht (wir haben berichtet). Kritikpunkte kamen übrigens aus der Versammlung nicht auf.

15 Abteilungen

„Die Innovation der TSV Auerbach ist unschlagbar“, verdeutlichte der Bürgermeister in seinem Grußwort. Neben den umfangreichen Bautätigkeiten der vergangenen Jahre und anstehenden Vorhaben – neben der Planung für zwei Sporthallen liegt auch die Baugenehmigung für den Bau eines Kunstrasen-Kleinspielfeldes vor – organisieren die aktuell auf 15 angewachsenen Abteilungen derzeit mit 243 Sportgruppen 357 Angebote.

Als 15. Abteilung wurden im Rahmen der Hauptversammlung mit viel Beifall die „Cheerleader“ gegründet. „Die Cheerleader haben in ihren drei Jahren eine stürmische Entwicklung genommen“, freute sich Günther Kuch über den jüngsten Zuwachs. Vorgestellt wurde die über 160 Mitglieder verfügende Abteilung vom neuen Abteilungsleiter Jurij Seitenzahl. „Anfangs hatten wir ein Altersspektrum bis 18 Jahre. Das ist jetzt für aktive Sportler auf 51 Jahre angewachsen“, so Seitenzahl.

Beschäftigt hatte sich das Präsidium in den vergangenen eineinhalb Jahren unter anderem mit den Themen E-Sport und Hauptamtlichkeit. Für beide Entwicklungen sehen die Funktionäre aktuell noch keinen Handlungsbedarf.

„Bei der Thematik E-Sport ist für uns der Denkprozess noch nicht abgeschlossen. Einen Bedarf für eine hauptamtliche Vereinsführung sehen wir momentan nicht. Wir denken, der Verein ist heute mit seinen Akteuren und der Geschäftsstelle gut aufgestellt“, erläuterte Günther Kuch.

Knop will nicht mehr kandidieren

Einen breiten Raum nahm die wiederholte Abstimmung zu Satzungsänderungen ein, die aus formalen Gründen vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Achim Vogt nach dem letztjährigen Votum nochmals wiederholt werden musste. Diskussionspunkte gab es keine, mit einstimmigen Ergebnissen nahmen die acht Paragrafen auch diese Hürde.

Nicht in der gewohnten Form stattfinden wird Corona-bedingt der jährliche Neujahrsempfang. „Den Ablauf der sportlichen und besonderen Ehrungen müssen wir noch klären“, äußerte Vorstandsvorsitzender Horst Knop, der ankündigte, im kommenden Jahr bei den regulären Neuwahlen aus Altersgründen nicht mehr kandidieren zu wollen.

Wahlen für Ältestenrat

Neben den obligatorischen Berichten der Präsidiumsmitglieder standen Ergänzungswahlen und die Neuwahl des Ältestenrates auf der Tagesordnung. So wurden als neue Präsidiumsmitglieder beziehungsweise weitere Vize-Präsidenten Michael Kärchner und Erich Hantzsch gewählt; ausgeschieden ist auf eigenen Wunsch Thorsten Grießer.

Formal in ihren Ämtern bestätigt wurden auch die jeweiligen Abteilungsleiter. Der Ältestenrat setzt sich in Zukunft aus Reinhard Bauß, Heidemarie Kolbe, Renate Schäfer, Gisela Friedrich, Kornelia Ochs, Karin Schuchmann und Peter Schott zusammen. red

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