Bensheim

Mitgliederversammlung Hilfsverein Masifunde blickt auf erfolgreiches Jahr zurück / Auch in Deutschland aktiv

250 000 Euro für Kinder in Südafrika

Archivartikel

Bensheim.Der Verein Masifunde setzt sich in Deutschland und Südafrika für gleiche Bildungschancen für Kinder und Jugendliche ein und kümmert sich dabei vor allem um die Förderung sozial benachteiligter Heranwachsender in Südafrika. Aber auch in Deutschland ist der Verein mit Bildungsprogrammen aktiv, wobei es hier darum geht, Jugendlichen den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen und sich mit dem Leben einer multikulturellen Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Für diese Aufgaben engagieren sich in Deutschland 75 Ehrenamtliche, die sich in Regionalgruppen in fünf Städten organisiert haben. Neben Berlin, Bonn, Mainz und Osnabrück gehört dazu auch Bensheim. Im Gemeindezentrum der Michaelsgemeinde fand am Wochenende die Mitgliederversammlung des Vereins statt.

Mit rund 250.000 Euro hat Masifunde Deutschland im vergangenen Jahr die Arbeit in Südafrika unterstützt. „Das war das bisher erfolgreichste Jahr“, stellt Vorstandsmitglied Jacob Birkenhäger nicht ohne Stolz fest. Zwar werde inzwischen der größte Teil der finanziellen Aufwendungen in Südafrika selbst finanziert, verweist er auf den deutschen Anteil, der sich von 86 Prozent im Jahr 2011 auf etwa 24 Prozent im vergangenen Jahr reduziert habe. Dennoch sei die finanzielle Unterstützung aus Deutschland nach wie vor wichtig, vor allem wenn zeitlich begrenzte Zuschüsse auslaufen oder andere Einnahmen wegbrechen.

Dank sagte er Stephanie Glaser, die sich um die Finanzen des Vereins kümmert und mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit immerhin „2000 Kontobewegungen“ verwalte. Das hatte sie auch im vergangenen Jahr wieder korrekt und ohne Beanstandungen geleistet, so dass der einstimmigen Entlastung des Vorstandes nichts im Wege stand.

Mit den Geldern, die dem Verein zum größten Teil aus Zuschüssen von Stiftungen, öffentlichen Geldern und Spenden zur Verfügung gestellt werden, werden die Aktivitäten in Südafrika unterstützt. Ein geringer Teil der Mittel fließt in Projekte in Deutschland und wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Direktfinanzierungen gedeckt.

So kümmert man sich in Deutschland mit dem Freiwilligenmanagement um Jugendliche, die im Rahmen des weltwärts-Programms als Freiwillige nach Südafrika gehen. Im August werden wieder fünf junge Menschen ihre Arbeit aufnehmen. Im Bildungsbereich werden verschiedene Module an weiterführenden Schulen angeboten, mit denen ein realistisches Südafrikabild vermittelt und Vorurteile abgebaut werden sollen.

Zur Koordination dieser Angebote wurde eine Honorarkraft eingestellt, außerdem steht dem Verein für dieses Jahr eine Praktikantin zur Verfügung.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising geht es insbesondere um die neue Website sowie um die Gewinnung neuer Mitglieder, Spenden und Unterstützer.

Deutlich umfangreicher sind die Aktivitäten von Masifunde in Südafrika. Davon konnten sich die vier Vorstandsmitglieder Christiane Bergner, Eva-Lotta Bueren, Louiza Charalambous und Jacob Birkenhäger erst kürzlich im Rahmen eines achttägigen Aufenthaltes in Südafrika ein eigenes Bild machen. Der Besuch war eine gute Gelegenheit, mit den Mitarbeitern vor Ort aktuelle Fragen und Probleme zu besprechen.

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