Bensheim

50 Schüler in einer Klasse

Archivartikel

Wenn die anderen nächste Woche nach China abreisen, bleibt Song Haion noch ein paar Tage länger an der Bergstraße. Die Lehrerin wird sich in Unternehmen wie Dentsply Sirona in Bensheim oder Jäger Direkt in Heppenheim mit den Ausbildungsstrukturen beschäftigen. Vor Ort will sie mit Betrieben ins Gespräch kommen.

In Zhejiang werden die Schüler im Vollzeitunterricht (mindestens sieben Stunden täglich) in Fächern wie Mechatronik, Elektromechanik, Informatik, Gastronomie, Umwelttechnik und Chemie ausgebildet. Die durchschnittliche Klassengröße umfasst etwa 50 Schüler. Der riesige Campus mit seinen Werkstätten und den Schul-, Internats- und Verwaltungsgebäuden gleiche einem kleinen Dorf, berichtet Johanna Winkler, die über Asien-Erfahrung verfügt. Sie hat ein Jahr in Japan gelebt.

Reise durch Europa

In chinesischen Relationen und Dimensionen gedacht seien Huzhou und Bensheim durchaus vergleichbar: Die bezirksfreie Stadt in der Provinz Zhejiang hat knapp drei Millionen Einwohner, ist also eher eine überschaubare Ortschaft. „Die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule ist in China weitaus intensiver“, sagt sie. Die chinesischen Gäste wiederum waren beeindruckt vom freiheitlich-autarken Lernen in der KKS.

Vor ihrer Ankunft in Bensheim war die Delegation eine Woche lang durch Europa gereist. Paris, Luxemburg, Köln. Am kommenden Wochenende werden die Lehrer gemeinsam noch nach Frankfurt und Heidelberg fahren, während die chinesischen Schüler in ihren Gastfamilien die letzten Tage verbringen. „Eine tolle Erfahrung für alle“, sagt Lehrer Sebastian Stripf. Er wird am 20. September mit einem Kollegen und zwölf Schülern zum Gegenbesuch aufbrechen. Damit die Brücke nach China weiterhin stabil und gut frequentiert bleibt. tr

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