Bensheim

Auerbach Am Mittwoch Vortrag beim Synagogenverein

Über religiöse Grenzen hinweg

Auerbach.Der nächste Vortrag des Auerbacher Synagogenvereins findet am Mittwoch, 18. April, um 19.30 Uhr in der ehemaligen Auerbacher Synagoge, Bachgasse 28, statt. Unter dem Motto „Der Blick über den eigenen Tellerrand in fremde Töpfe“ wird die Arbeit des Internationalen Rates der Christen und Juden (ICCJ) vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Vor siebzig Jahren – im August 1947 – wurde der ICCJ gegründet und hat seit Ende der 70er Jahre seinen Sitz im Heppenheimer Martin-Buber-Haus.

Nach einem ersten internationalen Treffen jüdischer und christlicher Führungspersönlichkeiten in Oxford im Jahr 1946 wurde 1947 eine „Dringlichkeitskonferenz“ als Reaktion auf den Holocaust, die Schoah, im schweizerischen Seelisberg einberufen. In den letzten 70 Jahren hat sich der ICCJ, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, erfolgreich in der historischen Erneuerung der jüdisch-christlichen Beziehungen engagiert und hat Theologen, Historiker und Pädagogen sowie Basis-Initiativen in dieser Arbeit vereint und widmet sich seit einigen Jahren zunehmend auch dem abrahamischen Dialog, der Begegnung von Juden, Christen und Muslimen.

Die „Dringlichkeiten“, die vor 70 Jahren die Gründer zusammengeführt haben, sind leider bis heute immer wieder aktuell. Es ist aber auch viel geleistet worden, so dass Menschen – aus verschiedensten religiösen Traditionen kommend – über nationale und religiöse Grenzen hinweg Begegnungen im offenen und vertrauensvollen Gespräch ermöglicht. Hierbei sind in den unterschiedlichen Ländern, in denen der ICCJ Mitgliedsorganisationen hat, auch unterschiedliche Begegnungsmodelle entwickelt worden. Die Themen und aktuellen Fragestellungen, die im Fokus der Gespräche stehen, unterscheiden sich durchaus.

„Ein Blick über den eigenen Tellerrand hinaus in fremde Töpfe lohnt sich, da diese Vielfalt und Vielseitigkeit interreligiösen Miteinanders nicht nur hörenswert ist, sondern auch für das eigene Dialogverständnis inspirierend und motivierend sein kann“, heißt es in der Ankündigung des Vortrags.

Referentin ist Diplom-Theologin Anette Adelmann, seit 2014 ICCJ-Generalsekretärin. red

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