Bensheim

Kommunalpolitik Wählerinitiative VBB äußert sich zur Sparkasse

„Abrissplan hat Kopfschütteln ausgelöst“

Archivartikel

Bensheim.Die Wählerinitiative Verantwortungsbewusste Bürger Bensheim (VBB) sagt in einer Pressemitteilung „Nein“ zu den Plänen der Sparkasse. Der Abriss habe bei den Kunden verständnisloses Kopfschütteln ausgelöst, meint die VBB.

Bei Gesprächen mit Fachleuten sei übereinstimmend die Aussage gekommen, dass die Sparkasse wieder zurück in ihre bestehende Hauptstelle in der Bahnhofstraße ziehen solle und könne. Ein Rückzug in das ehemalige Verwaltungsgebäude sei ohne großen bautechnischen Aufwand möglich.

Außerdem sei es für eine Sparkasse kein Renommee, in einem alten und nicht mehr nutzbaren Hotelkomplex mit eingeschränkten Dienstleistungen zu logieren. „Warum legt die Sparkasse nicht das Brandschutz-Gutachten und auch das Statik-Gutachten seinen Kunden zur Einsicht vor?“, fragt die Wählergemeinschaft. Auch sei es nicht nachvollziehbar, dass jetzt auf einmal ein neuer Bebauungsplan erstellt und gefordert wird, da ein Bestandsschutz der Fläche mit der Bebauung bestehe. Anders sehe es mit dem Nachbargrundstück der ehemaligen Firma Mohr und Fasser aus.

Die Aussage, dass eine energetische Sanierung nicht möglich sei, entbehre jeder Grundlage. Mit einer Außenhülle um den Baukörper könnten die energetischen Vorgaben erfüllt werden.

Die VBB stellt hierzu folgende Frage: „Gibt es überhaupt Gutachten über die Statik und Brandschutz? Wenn dem so ist, sollten der Verwaltungsratsvorsitzende Rolf Richter und der Sparkassen-Vorstand Manfred Vögtlin diese Gutachten den Gremien und auch den Kunden, zwecks Transparenz in den Geschäftsstellen zur Einsicht öffentlich auslegen, schreibt die Vereinigung.

Sinnvoller sei es, das Gelände von Mohr und Fasser gewinnbringend zu verkaufen und sich auf das Kerngeschäft (Kunden) zu konzentrieren. „Unsere Erkenntnis aus dem jetzigen nicht schlüssigen Verfahren sagt uns nur eins, dass hier der Bürgermeister als Verwaltungsratsvorsitzender seinen Kopf über die Bürgermeisterwahl retten will. Er fand schon ein Bauernopfer im ausgeschiedenen Sparkassenvorsitzenden Erik Tjarks und gerät nun in Erklärungsnot gegenüber den Bürgern über die weitere Zukunft der Sparkasse“, heißt es weiter. red

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