Bensheim

VHS-Förderverein Bensheimer Reisegruppe erkundete das Land / Viele historische Stätten besichtigt

Albanien zwischen Kreuz und Halbmond

Archivartikel

Bensheim.Zwischen Kreuz und Halbmond.: Mit diesem Thema unter der Obhut eines renommierten Reiseunternehmens entdeckten 18 Interessierte, mit dem VHS-Förderverein Bensheim, Albanien.

Die Gruppe flog nach Tirana. Dort wurde sie vom örtlichen Reiseleiter in Empfang genommen. Tirana ist eine lebendige bunte Stadt. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt wurde das Archäologische Museum besucht. Dort werden die wechselvollen Geschichten der hier gelebten Völker und deren Spuren erlebbar.

Anschließend wurde die Hilfsorganisation für Menschen mit Down-Syndrom besucht. Dort wird den betroffenen Menschen außerhalb des Schulunterrichtes eine pädagogische Schulung zur Bewältigung der alltäglichen Vorgänge vermittelt. Die Initiative setzt sich aus vielen Ehrenamtlichen zusammen und überlebt durch Spenden.

Bunkeranlage und Kathedrale

Am zweiten Tag ein Kontrastprogramm: Am Morgen ging es zu der in der kommunistischen Regierung erbauten Bunkeranlage. Die tief in den Berg getriebenen Tunnel und Räume zeigen das sozialistische Leben im und außerhalb des Bunkers in vielen ausgestatteten Räumen.

Danach folgte die Besichtigung der albanisch-orthodoxen Kathedrale „Wiederauferstehung Christi“. Am Nachmittag ließ sich die Gruppe mit der Seilbahn zur 1100 Meter hohen Dajti Station bringen.

Am folgenden Tag war der Morgen mit einer Autobahnfahrt bis Lushnje und auf der Landstraße bis Berat ausgefüllt. In der Stadt der tausend Fenster wurde zuerst die 2400 Jahre alte Burganlage besichtigt mit schöner Ansicht der Altstadt von oben. In der Stadt besichtigte die Gruppe noch zwei Moscheen, die durch türkische Finanzhilfe gerade renoviert wurden.

Am vierten Tag der Reise fand die Besichtigung des im Jahre 1282 entstandenen Klosters Ardenica, in dem wieder Mönche leben, statt. Das Kloster wurde im 13. bis 14. Jahrhundert gegründet und die Zentralkirche des Klosters 1743 erbaut. Die Klosterkirche ist mit vielen Fresken bemalt.

Am fünften Tag wurde die Küstenstraße am ionischen Meer befahren. Durch den Llogara Nationalpark mit üppiger Bewaldung und uraltem Baumbestand ging es zum Llogara-Pass. Der Bus schlängelte sich auf 1043 Meter Höhe. Von der Höhe war der Ausblick über die weit gestreckte Küste gewaltig.

Das nächste Ziel war die antike Ruinenstadt Butrint, wo sich eines der großartigsten Baptisterien der Antike im ostkirchlichen Raum erhalten hat. Übernachtet wurde in Saranda.

Am sechsten Tag führte die Reise zuerst an das berühmte blaue Auge, eine Quelle die kristallklares blauscheinendes Wasser hervorbringt. Weitefahrt nach Gjirokastra, die Stadt der Steine. Mit glatten Steinen gepflastert, führte der steile Weg zur Festung hinauf. Die Anfänge der Festung gehen auf eine illyrische Burg aus den 3. Jhr. v. Chr. zurück. In der Stadt wurde auch das Geburtshaus von Enver Hoxa, dem kommunistischen Machthaber, besichtigt, der hier 1908 geboren wurde.

Am siebten Tag führte die Reise durch das Tal der Vjosa – schöne alpine Landschaft mit mäanderndem Flusslauf. Unterwegs wurden einheimische Produkte erworben und auf einer Ranch, mit Pferde und Federvieh sowie einer Forellenzucht, konnte die eigene Zwischenmahlzeit zubereitet werden. Landestypischen Rot- und Weißwein gab es dazu. Am achten Tag am Morgen wurde die Stadtbesichtigung in Korca zu Fuß erledigt. In der orthodoxen Kathedrale wurde feierlich das Fest des Kreuzes zelebriert, an der ersten 1887 eröffneten Schule Albaniens vorbei zum Altstadt- Basar. Dort waren die meisten kleinen Geschäfte geschlossen, da Freitag war. Vom Red Tower in der Stadtmitte hatte man einen guten Überblick über die Stadt und die ringsum liegenden Berge. Danach wurde die Fahrt mit den Bus nach Voskopaja, ein kleines Dorf mit vielen Kirchen und dem ersten Waisenhaus im Land, fortgesetzt. Der Ort ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Wintersport.

Abstecher nach Mazedonien

Am neunten Tag wurde ein Abstecher nach Mazedonien unternommen. Man besichtigte das Kloster Sveti Naum und die Stadt Ohrid. Ein kleiner Hafen und eine schön gestaltete Seepromenade waren zur Erholung gerade richtig.

Am zehnten Tag stand sehr früh die Abfahrt nach Lin, einem kleinen Fischerdorf am Ohridsee, an. Interessant dort die in den Außenwänden eingearbeiteten Holzbalken zur Stoßdämmung bei Erdbeben. Die Fahrt wurde nach Elbasan fortgesetzt. Dort wurde die Königsmoschee von außen und die Kirche Sankt Maria von innen besichtigt. Am späten Nachmittag konnte dann noch die Skanderbeg-Festung und das dazugehörende Museum in Kruja besichtigt werden.

Fazit: Albanien mit offenen freundlichen Menschen und eine sehr abwechslungsreiche Landschaft ist mehr als eine Reise wert. Es ist nicht alles perfekt, aber gerade das macht eine Reise erlebnisreich. Ein Dankeschön ging an Margarete Arnd, die diese Reise ausgearbeitet hat. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel