Bensheim

Winzerfest Bürgermeister mit historischem Rückblick und Dankesworten

Als die Holzbuden ersetzt wurden

Archivartikel

Bensheim.Bürgermeister Rolf Richter dankte bei der Eröffnung des Winzerfestes am Samstag allen, die zum Gelingen des Festes beitragen und es durch ihr ehrenamtliches Engagement überhaupt erst möglich machen. Angefangen beim Verkehrsverein mit Organisator Thomas Herborn und seinem Team bis hin zu den Winzern, den Hilfsorganisationen, dem Bauhof und der Heimatvereinigung Oald Bensem, die sich vor allem am Samstagabend mit Bürgerwehr, Spielmannszug und Biedermeiergruppe verstärkt einbrachte.

Der Rathauschef erinnerte zudem ans Winzerfest 1992. Damals wurden die alten Holzbuden durch Zelte ersetzt – und „viele dachten damals, jetzt geht die Welt unter“. Aushalten musste es der langjährige Winzerfestchef Heinz Hebling, der den Sturm der Entrüstung ertrug und sich durchsetzte. „So können wir heute in den hellen Zelten und nicht in den dunklen Buden sitzen“, sagte Richter.

Sturm der Entrüstung

Sein Rückschluss aus der Reise in die Vergangenheit: Man müsse innovativen Ideen offen gegenüberstehen. Auch in diesem Jahr musste von Gewohnheiten abgerückt werden: Kein Empfang für die Ehrengäste im Bürgerhaus, neuer Standort fürs Riesenrad. Man darf jedoch davon ausgehen, dass diese Veränderungen mit weniger Leidenschaft diskutiert werden, wie der Wechsel von Holzbude auf Zelt vor 26 Jahren.

Die Gäste im proppenvollen Winzerdorf hatten jedenfalls weniger Bedarf an Diskussionen als vielmehr Spaß an einem unterhaltsamen Abend. Unterm Strich ein lockerer Auftakt, zu dem die Amersham Band einen musikalisch erstklassigen Beitrag leistete.

Das gute Verhältnis zwischen den Partnerstädten dokumentierte auch der Besuch von Ex-Bürgermeister Tony Weedon, der seit 1977 jährlich zum Winzerfest anreist und am Samstag mit Gerhard Buch der Eröffnung beiwohnte. dr

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