Bensheim

DGB Gewerkschaft unterstützt Tarifforderung für den Öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen

„Applaus zahlt keine Miete“

Archivartikel

Bensheim.Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Bensheim unterstützt mit Nachdruck die Tarifforderungen der Gewerkschaft Verdi: „Die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, im Gesundheitswesen, in der Pflege und in den Kitas haben eine deutliche Erhöhung ihrer Einkommen im wahrsten Sinne des Wortes verdient“, macht der Bensheimer DGB-Vorsitzende Günther Schmidl (IG Metall) deutlich.

„Beifall klatschen reicht nicht. Applaus zahlt keine Miete und auch nicht die Kosten der Lebenshaltung. Es ist höchste Zeit, dass systemrelevante Arbeit endlich auch entsprechend bezahlt wird, damit die Beschäftigten von ihrer Arbeit und später von ihrer Rente anständig leben können. Dafür stehen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aktiv und solidarisch ein.“

Der stellvertretende DGB-Ortsverbands-vorsitzende Kurt Manich (Verdi) begrüßt ausdrücklich, dass sich auch im Kreis Bergstraße viele Beschäftigte, vor allem Frauen und junge Menschen, am Streiktag in Heppenheim beteiligt haben und für ihre berechtigten Forderungen auf die Straße gegangen sind: „Ohne Druck bewegen sich die Arbeitgeber keinen Millimeter. Das zeigt sich auch in dieser Tarifrunde.“ DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) weist die Forderung aus dem Arbeitgeberlager nach einer „Nullrunde“ scharf zurück: „Angesichts der Preissteigerungen in vielen Bereichen bedeutet eine Nullrunde für die Beschäftigten ein deutliches Minus im Geldbeutel. Die längst überfällige Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen ist nicht nur fair und gerecht, sondern auch ein Gebot der ökonomischen Vernunft. Nur durch eine Stärkung der Kaufkraft und der Binnennachfrage können die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erfolgreich überwunden werden.“

Raupp betonte: „Wir dürfen nicht zulassen, dass gesellschaftlich unverzichtbare Berufe für junge Menschen unattraktiv werden und es in diesen Bereichen an Nachwuchs und Personal fehlt. Auch deshalb müssen sich die öffentlichen Arbeitgeber bewegen.“ red

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