Bensheim

ICE-Trasse Die Grünen nehmen Stellung zur Kritik des Ortsvorstehers von Langwaden

Auch die GLB setzt sich für Lärmschutz ein

Archivartikel

Bensheim.Die Bahn hat nach vielen Prüfungen und Abwägungen endlich entschieden, dass die ICE-Trasse entlang der A 67 geführt wird. „Für uns Grüne ist der Ausbau des Schienennetzes sehr wichtig. Die Entscheidung dazu hat viel zu lange gedauert und wir hoffen, dass die Umsetzung jetzt schnell erfolgt“, sagt die Vorsitzende des Ortsverbandes Susanne Reichert.

„Ohne ICE-Trasse ist keine gute S-Bahn-Verbindung nach Darmstadt und Frankfurt möglich und auch nicht die notwendige Verlagerung des Güterverkehrs von den Autobahnen A5 und A67 auf die Schiene. Damit bliebe nicht nur der Klimaschutz auf der Strecke, die Bensheimer Bürger würden auch in weiter zunehmenden Maß mit Autobahnstaus und Autobahnlärm geplagt“, schreiben die Grünen in einer Pressemitteilung.

Die Entscheidung sei gefallen, die Strecke südlich von Lorsch werde nicht die Konsenstrasse sein. „Diese jetzt noch zu fordern, wie im Antrag der anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung geschehen, führt nur zu neuen Verzögerungen“ , stellt GLB-Fraktionsvorsitzende Doris Sterzelmaier klar.

Stichhaltige Gründe hätten in der Abwägung der Bahn zur Ablehnung der Streckenführung geführt, so die Grünen. Daher habe sich die GLB bei der Abstimmung im Stadtparlament enthalten. Das bedeute nicht, wie fälschlicherweise vom Langwadener Ortsvorsteher behauptet (BA vom 5. Januar), dass es keinen ausreichenden Lärmschutz für Langwaden geben solle.

„Ganz im Gegenteil. Die Grünen sprechen sich für übergesetzlichen Lärmschutz bei der Neubautrasse, bei den Bestandsstrecken im Kreis und auch gegenüber den Autobahnen aus. Bei uns stehen der Mensch und die Umwelt im Vordergrund“, widerspricht Stadtverordneter Moritz Müller der Behauptung des Ortsvorstehers.

Im September 2020 habe die Stadtverordnetenversammlung in Bensheim zusammen mit den Grünen beschlossen: „Aus Sicht der Städte Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg gibt es eine Vielzahl stichhaltiger sachlicher Gründe, die eine Trassenführung der Neubaustrecke entlang der A 67 eindeutig vorzugswürdig erscheinen lassen.“

Diese Trasse an der A 67 – und nicht an der A 5 – sei nun vorgestellt worden, heißt es in der Stellungnahme der Grünen weiter. Jetzt gehe es darum, auf dieser Basis den bestmöglichen Lärmschutz für Langwaden durchzusetzen.„Wer in der Fundamentalopposition verharrt, verspielt jeden Einfluss auf den weiteren Prozess“, stellt der Vorsitzende des Ortsverbandes der Grünen, Wolfram Fendler, abschließend fest. red

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