Bensheim

Jahrgang 1943/44 In Weimar, Erfurt und Eisenach wartete auf die Teilnehmer ein umfangreiches Kultur-Programm

Auf den Spuren von Goethe und Schiller

Bensheim.Der Jahrgang 1943/44 startete bei strahlendem Sommerwetter zu einer Fahrt ins Thüringer Land. Nach einem leckeren Frühstück unterwegs wurde zunächst die Wartburg bei Eisenach angesteuert. Die Burg, in Teilen noch mittelalterlich erhalten, ließ bei einer Führung das Leben der heiligen Elisabeth lebendig werden. Das Studierzimmer von Martin Luther konnte besichtigt werden, und im großen Festsaal wurde Richard Wagners „Tannhäuser“ sogar akustisch gegenwärtig.

Später bezog dann die Gruppe ihr Hotel in Weimar, direkt beim Park an der Ilm gelegen. Anderntags stand die Besichtigung von Weimar auf dem Programm, vorbei am Goethehaus, zum alten und neuem Schloss, durch die lebendige Fußgängerzone zum Schillerhaus und Nationaltheater mit dem bekannten Denkmal der beiden Dichterfürsten Goethe und Schiller.

Auch eine kompetente Führung durch die jüngst restaurierte Anna Amalia Bibliothek durfte nicht fehlen. Nach dem verheerenden Brand im Jahr 2004, bei dem nahezu 50 000 kostbare Bücher verloren gingen, erstrahlte der Prachtbau neu im barocken Glanz.

Eine Fahrt in den Thüringer Wald nach Saalfeld ließ die Schönheit der Landschaft mit schmucken Dörfern, weiten Feldern und Wäldern erkennen; ein Besuch in den eindrucksvollen Saalfelder Feengrotten (ein aufgelassenes Salzbergwerk) brachte angenehme Abkühlung.

Der freie Nachmittag in Weimar wurde genutzt zum Besuch des neuen Bauhaus-Museums, des Goethe-Nationalmuseums oder zu einem Spaziergang durch die zauberhaften Gärten am Schloss Belvedere mit der prächtigen Orangerie.

Ein Besuch der Landeshauptstadt Erfurt durfte nicht fehlen. Der Domplatz war Ausgangspunkt einer Führung zunächst zum Dom St. Marien und St.-Severi-Kirche, ehe es durch die renovierten Altstadtgassen zum prächtigen neugotischen Rathaus ging. Die großen Wandmalereien im Rathaussaal ließen die Geschichte Thüringens lebendig werden.

Natürlich schlenderten die Bensheimer auch über die Krämerbrücke, eine Brücke, die die Gera überspannt und gleichzeitig auf beiden Seiten mit Fachwerkhäusern mit kleinen Läden bebaut ist. Einige besuchten noch das Augustinerkloster, in dem Luther wirkte, andere die alte Synagoge, kürzlich freigelegt und saniert, wo altes jüdisches Leben bestaunt werden konnte.

Am fünften Tag hieß es Abschied nehmen vom recht beschaulichen Weimar. Der Heimweg führte den Jahrgang auch in die nordhessische Stadt Kassel, die für einige neu war. Doch allein der Blick vom imposanten Herkules-Denkmal auf die Stadt und das grüne Umland sowie der Staatspark Karlsaue mit Schloss Orangerie an der Fulda begeisterte.

Zufrieden und erfüllt voll schöner Erlebnisse erreichte die Gruppe das heimatliche Bensheim, nicht ohne den Verantwortlichen für die Durchführung der Fahrt, allen voran Hilde Deppert und Hans Dieter Hechler, Dankeschön zu sagen. red

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