Bensheim

VHS-Förderverein Sehenswürdigkeiten und beeindruckende Landschaften im Sultanat Oman

Auf Entdeckungsreise in Sindbads Reich

Archivartikel

Bensheim.Eine Reise für die Sinne in Sindbads Reich erlebten die Teilnehmer der Oman-Fahrt, die vom VHS-Förderverein Bensheim angeboten und organisiert wurde. In Frankfurt durch Minustemperaturen und vereiste Tragflächen verspätet abgeflogen, war es bei der Ankunft in Maskat, der Hauptstadt des Omans, wohlig warm.

Die erste Entdeckungsreise führte in das Oasenstädtchen Nakhi mit einem riesigen Fort aus dem 17. Jahrhundert, das inmitten eines Bergpanoramas nahezu uneinnehmbar schien. In der Oase Ain Thowarah gibt es eine warme Quelle mit der Besonderheit der knabbernden Fische, wenn man sich traut die Füße ins Wasser zu stecken.

Zurück in der Hauptstadt wurde der Ryam-Pass überquert um ins „Regierungsviertel“ mit Nationalmuseum und Sultans Palast zu gelangen. Am zweiten Tag folgte der Besuch der großen Sultan Qaboos Moschee in der mehrere Swarovski-Kronleuchter und in der Kuppel ein 14 Meter hoher Lüster zu bestaunen sind. Am Abend wurde zum Sonnenuntergang von einer Dhau das Panorama von Alt-Maskat zum Erlebnis.

Auf der Fahrt nach Sur gab es einen Zwischenstopp am Sinkhole einer Kalksteinhöhle, deren Decke vor langer Zeit eingestürzt ist und die als „Haus des Dämons“ bezeichnet wird. Die anschließende Wanderung im Wadi Shab, einer Schlucht umgeben von bis zu 100 Meter hohen Felswänden, war wegen der Wegbeschaffenheit eine Herausforderung.

Es folgte die Weiterfahrt nach Sur, das Fischereizentrum der Region. Hier gibt es die letzte Dhau-Werft im Oman und ein Freilichtmuseum, in dem das älteste und größte Schiff aus den 17. Jahrhundert zu bestaunen war. Im Oasendorf Jallan wurde die Al Hamoda Moschee mit den 52 Kuppeln besichtigt. Am fünften Tag fuhr man mit Geländewagen eine Strecke von 20 Kilometern in der Wahiba-Wüste. Die Wüste hat eine Größe von 180 mal 80 Kilometern. Die Sanddünenfahrt mit Sonnenuntergang war ein Höhepunkt der Reise. Es folgte die Weiterfahrt nach Ibra, der ältesten Stadt im Oman. Von dort ging es nach Nizwa, wo dreimal übernachtet wurde. Besichtigungen eines Wohnpalastes des Imams und einer Töpferei standen auf dem Programm, außerdem ging es mit dem Jeep auf eine Tour über eine 2000-Meter-Passhöhe in die Hochebene von Saiq. Dort wurden Obstplantagen und Rosenfelder besichtigt. Die Wanderung auf dem Höhenweg gab den Blick auf die steil angelegten Terrassenfelder in einer wunderschönen Landschaft frei.

In Nizwa, der Stadt des Silberschmucks, wurde das große Fort bei folkloristischer Musikuntermalung, der Souk sowie der Tiermarkt besucht. Der zweite Teil der Reise führte ins südliche Salalah. Die Provinz Dhofar mit der Hauptstadt Salalah ist bekannt für Weihrauch, im Küstenstreifen wachsen auch Bananen, Kokospalmen und Papaya.

Besichtigt wurden hier die Ausgrabungsstätte Al Baleed und der Weihrauch-Hafen Samharam. Ein weiterer Ausflug ging nach Djebel Qara, dort stehen bis zu 100 Jahre alte Weihrauchbäume. In den Bergen wurde das Grabmal des Propheten Hiob und das Tayah Castle besichtigt. Im Wadi gab es eine Begegnung mit einer Dromedar-Karawane, die endlos schien.

Als Fazit bleiben die nicht alltäglichen Sehenswürdigkeiten und eine beeindruckende Gastfreundschaft.

Die nächste Reise des Fördervereins nach Albanien findet vom 7. bis 17. September statt. Information bei Margarete Arndt (Telefon 0625176689). red

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