Bensheim

AKG Schüleraustausch führte in den Westen Frankreichs

Aufbruch ins Unbekannte

Archivartikel

Bensheim.Auf eine Reise in eine unbekannte Umgebung begaben sich 22 Schüler des Alten Kurfürstlichen Gymnasiums. Sie besuchten zum ersten Mal ihre Austauschpartner in der Region Nouvelle-Aquitaine im Département Charente, die sie bislang nur durch Steckbriefe und ausgetauschte Botschaften kannten.

Nachdem sie sich mit den in Frankreich üblichen Begrüßungsritualen vertraut gemacht hatten, konnten sie das Leben in einer französischen Familie und die Bedeutung der Esskultur aus nächster Nähe erfahren. Die aufgeschlossenen Gastfamilien gaben sich große Mühe, ihren deutschen Nachbarn die Vorzüge der Gegend rund um Cognac und Bordeaux zu zeigen.

Mit großer Spannung wurde der Besuch der französischen Schule und des Unterrichts erwartet. Mit Interesse wurden die Themen, die Arbeitsformen und alle am Schulleben beteiligten Personen verglichen. Denkt man aus deutscher Sicht beim Stichwort Schulbetrieb zunächst mal an Lehrer, Schüler, Sekretärin und Hausmeister, so findet man in Frankreich eine Vielzahl von Beschäftigten, die alle gesonderten Aufgaben nachgehen. Ein ganz wichtiger Beruf ist hierbei der Chefkoch der Schulkantine, der mit seinen einfallsreichen Gerichten allen Hungrigen nach einem strapaziösen Vormittag in der Mittagspause ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Der bis 17 Uhr andauernde Nachmittagsunterricht beginnt neuerdings mit der „quart d’heure charantais“, eine Viertelstunde, die dem Lesen gewidmet ist und die für Schüler und Lehrer gleichermaßen verpflichtend ist. Im Rahmen der Projektarbeit wurden das musée de la BD in Angoulême besucht und ein Workshop zum Thema Comiczeichnen durchgeführt. Während einer Rallye erkundeten die deutsch-französischen Austauschpaare die bemalten Hauswände, die murs peints.

Der Tagesausflug führte an die Atlantikküste zwischen Fouras, Fort Boyard und der Ile d’Oléron. Zu Fuß ging es zur Ile Madame, eine Insel zu der man nur bei Ebbe wandern kann. Ein interessanter Anblick war die wiederkehrende Flut, die den Weg verschwinden ließ.

Mit vielen schönen Erinnerungen und jede Menge Proviant im Gepäck machte sich die Gruppe mit dem Zug auf die Heimreise Richtung Bergstraße, wo die Austauschpartner im Frühjahr erwartet werden. red

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