Bensheim

Kultur Offene Bühne hat am Freitag Premiere / Nachfolger des Zwingenberger Formats

Aus „Star Step“ wird das „Sprungbrett“

Archivartikel

Hochstädten.Fast drei Jahre lang hat die Offene Bühne und Talentschmiede „Star Step“ dem Theaterkeller Mobile in Zwingenberg jedes Mal ein volles Haus beschert. Vier- bis fünfmal im Jahr traten dort Künstler auf, die noch am Anfang ihrer Karriere standen oder sich einfach vor Publikum „ausprobieren“ wollten und den Zuschauern live und kostenlos obendrein ein buntes Kaleidoskop der regionalen Kunstszene boten. „Wir hatten sogar Gäste, die wegen der Offenen Bühne extra aus dem Elsass nach Zwingenberg gereist sind“, berichtet das Organisatoren-Duo Gaby Dierig und Daniel Schmidt.

Die schöne Zeit in Zwingenberg ist Vergangenheit – und jetzt ist nicht nur die Spielstätte neu, sondern auch der Name: Ab kommenden Freitag (11.) laden Dierig und Schmidt zur Offenen Bühne in das Hochstädter Haus ein. Mit dem Umzug hat sich „Star Step“ zum „Sprungbrett“ gemausert. Das Konzept allerdings ist das gleiche geblieben: Mit einem Mix aus Musik, Comedy und Schauspiel wollen die Veranstalter ihr Publikum unterhalten und den Newcomern der Kunstszene aus der Region eine Chance geben.

Eingefädelt hat den Hochstädter Coup mit dem bewährten Erfolgsformat Andreas Klemm, der nicht nur als ehrenamtlicher Geschäftsführer im Hochstädter Dorfladen agiert, sondern gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Fördervereins Hochstädten ist und das Eventmanagement im Hochstädter Haus unter seinen Fittichen hat.

„Wir haben ein gutes Gefühl und freuen uns auf das ,Sprungbrett’ in Hochstädten“, bestätigt Gaby Dierig, die wie gewohnt die Rolle der Moderatorin übernehmen wird. Der große Veranstaltungsraum im oberen Stockwerk und die geräumige Bühne sind gerade in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer der Gründe, Künstler und Besucher ab sofort in den kleinen Bensheimer Stadtteil zu lotsen. Alle Hygiene- und Abstandsregeln werden natürlich eingehalten, versichert Klemm. Statt üblicherweise um die 200 Personen ist aktuell die Platzierung von 60 Gäste möglich.

Der Eintritt ist frei

Ihren Geldbeutel müssen die Besucher, die zum „Sprungbrett“ kommen, allerdings nicht öffnen. Die Veranstaltung ist nach wie vor kostenlos. Sehr wohl aber müssen sie sich, wie es derzeit überall üblich ist, auf einer Namensliste eintragen. Auch eine Online-Anmeldung ist unter https://bit.ly/2FfAfKd möglich. Bewerber, die selbst einmal Bühnenluft schnuppern wollen, können sich per Mail unter sprungbrett@hochstaedter-haus.de melden.

Los geht es mit dem ersten „Sprungbrett“ am Freitag (11.) um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Fest gebucht sind die Folkgruppe „Les trois OR“ aus dem Lautertal, die mit irisch-bretonischer Musik und Dudelsack, Akkordeon, Drehleier und Bass ihr Debüt in Hochstädten geben. Nele und Klaus aus Offenbach wollen das Publikum mit Akustikfolk und Bluesrock überzeugen.

Anspruchsvolle Comedy

Gerry Fuchs, der schon in Eigenproduktionen des Mobile-Theaters und auch in Hochstädten sein schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt hat, ist ebenfalls mit von der Partie. Mit anspruchsvoller Comedy, unter anderem vom legendären Gerhard Polt, wird er für Stimmung sorgen. Jochen Singer tritt als Rezitator auf.

Auch der zweite „Sprungbrett“-Abend ist unter Dach und Fach. Schon am Freitag, 26. September, wollen Rockbands, der erst zwölf Jahre alte Jan Aron aus Lampertheim (Gesang und Gitarre), die Harfenistin Mariella Piers mit Begleitung aus Seeheim und Chiara mit einer Mischung aus Folk und Pop für einen bunten, breitgefächerten Unterhaltungsmix sorgen. gs

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