Bensheim

Heinrich-Metzendorf-Schule Bauklassen besuchen Messe in München / Viele Informationen zur Zukunft des Bauens

Bagger und Bulldozer werden digital

Bensheim.Alle zwei Jahre findet in München die Weltleitmesse für Architektur und Bautechnik statt. In dieser internationalen Leistungsschau mit 2250 Ausstellern zeigt sich die beeindruckende Vielfalt und Innovationskraft des modernen Bauwesens. Hier treffen sich alle, die international am Planen, Bauen und Gestalten von Bauwerken beteiligt sind: Architekten, Planer, Investoren, Industrie- und Handelsvertreter und Handwerker sowie das interessierte Fachpublikum.

Neue Materialien und Techniken

40 Schüler aus mehreren Berufsschulklassen der Bauabteilung der Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim nutzten die Gelegenheit, diese Messe zu besuchen und die Zukunft des Bauens hautnah zu erleben sowie sich aus erster Hand über neue Materialien und Techniken zu informieren. So lernten die angehenden Baufachleute neue Bausysteme des konstruktiven Holzbaus wie Verbindungsmittel oder Dämmstoffe kennen.

Auf reges Interesse stieß insbesondere die Möglichkeiten der Digitalisierung im Bauwesen: Häuser aus dem 3-D-Drucker, Drohnen und Künstliche Intelligenz (KI) revolutionieren die Baustellen. Selbst Bagger und Bulldozer werden in der Zeit der Digitalisierung „smart“.

Besonders interessant war auch der „Treffpunkt Handwerk“ mit dem dazugehörigen Forum, wo Experten wertvolle Tipps und Hilfestellungen für den Berufsalltag gaben: Ob Social Media, Baurecht oder moderne Heizungstechnik und Gebäude-Wärmedämmung sowie die Präsentation von Smart-Home-Systemen in der Gebäudetechnologie oder Energie- und Klimatechnik.

Unter dem Begriff „Treffpunkt Handwerk“ fanden auf dem Messegelände noch weitere Veranstaltungen statt. Beispielsweise das Trainingscamp des Nationalteams des Deutschen Baugewerbes, das hier live zu sehen war. Dort konnten die besten Nachwuchshandwerker aus dem Zimmerer-, Fliesenleger-, Stuckateur- und Maurerhandwerk beim Training für die anstehenden WorldSkills (Berufsweltmeisterschaft) im russischen Kazan bestaunt werden. Der Besuch der Baumesse war ein lehrreicher Tag für alle Beteiligten, der die lange Anreise per Bus nach München durchaus rechtfertigte, betont Marc Niebler, einer der drei begleitenden Lehrkräfte aus der Bauabteilung.

Zuschuss vom Förderverein

Der rasante Wandel bezüglich neuer Produkte und Techniken stellt immer höhere Anforderungen, auch an die Ausbildung im Handwerk und den Berufsschulunterricht. „Manche Produkte muss man sich einfach selber ansehen und anfassen, man kann sie nicht aufgrund von Abbildungen und technischen Daten in Prospekten auswählen“, erläutert Angela Forberg, Abteilungsleiterin der Bauabteilung an der HMS.

Die verhältnismäßig teuren Eintrittskarten wurden gesponsert durch den Verband der Baugewerblichen Unternehmer Hessen und die Bauinnung im Kreis Bergstraße. Für den Bustransport gab es obendrein einen Zuschuss vom Förderverein der Metzendorf-Schule. red

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