Bensheim

Kulturinitiative Grewenig Fahrt findet am 20. Oktober statt

Besuch im Städel und in Glauberg

Archivartikel

Bensheim.Im Frühjahr ging es mit der „Kulturinitiative Leo Grewenig“ nach Saarbrücken – als Herbstexkursion bietet der Verein nun einen Ausflug nach Frankfurt und nach Glauburg an. Es sind noch einige Plätze frei.

Am Samstag, 20. Oktober, steht zunächst der Besuch einer Retrospektive im Städel zum Werk Victor Vasarelys (1906 – 1997) auf dem Programm. Der Mitbegründer und Hauptvertreter der Op-Art war eine zentrale Figur der französischen Nachkriegskunst.

Der Künstler mit ungarischer Herkunft und künstlerischen Wurzeln im Bauhaus der 1920er Jahre schuf ein mehr als sechs Jahrzehnte umfassendes Werk, mit dem er auf die unterschiedlichen Strömungen des 20. Jahrhunderts reagierte. Er stand als Künstler und Werbegrafiker am Beginn einer Verwischung der Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst.

Die in Kooperation mit dem Centre Georges Pompidou in Paris entwickelte Ausstellung „Victor Vasarely – Im Labyrinth der Moderne“ zeichnet die Wurzeln und die Entstehung seines Lebenswerkes nach, das weit mehr umfasst als Vasarelys die Sinne verwirrende Op-Art. In einer einstündigen Führung durch die etwa 120 Werke umfassende Ausstellung wird den Exkursionsteilnehmern die Durchdringung von Alltag und Kunst im Werk Vasarelys sichtbar gemacht. Anschließend besteht die Gelegenheit, das Städel-Museum und die Ausstellung individuell zu erkunden.

Am frühen Nachmittag führt der Besuch der „Keltenwelt am Glauberg“ weit zurück in die Vergangenheit. Das archäologische Museum und Forschungszentrum im Wetteraukreis liegt am Südwesthang des Glaubergs, der über viele urgeschichtliche Epochen bis ins Mittelalter besiedelt war. In vorrömischer Zeit war hier eine befestigte keltische Höhensiedlung, von der in den 1990er Jahren die reich ausgestatteten Gräber dreier keltischer Krieger aus dem späten 5. Jahrhundert vor Christus ausgegraben wurden. Ein sensationeller Fund war dabei die fast vollständig erhaltene Statue des „Keltenfürsten vom Glauberg“.

Preisgekröntes Museum

2009 bis 2011 wurde hier ein mehrfach preisgekröntes Museum und Forschungszentrum errichtet, das die Originalfunde inmitten der weiträumigen keltischen Anlage in einer Einheit aus Museum und Archäologischem Park präsentiert. Das Museumsgebäude ist ein mit Platten aus Corten-Stahl verkleideter kubischer Baukörper nach einem Entwurf von Klaus Kada und Gerhard Wittfeld. Auch hier erwartet die Teilnehmer eine Führung durch das Museum und die Grabungsstätte, die etwa eineinhalb Stunden dauern soll. Als Abschluss der Exkursion ist ein Abendessen in Büdingen geplant.

Um 8.30 Uhr fährt der Bus am Bensheimer Busbahnhof ab, die Rückkehr ist für etwa 20 Uhr geplant. Die Anmeldung kann schriftlich oder per E-Mail erfolgen bei: info@klg-bergstrasse.de oder Kulturinitiative Leo Grewenig e.V., c/o Erich Henrich, Schlossstraße 14, 64625 Bensheim (Telefon 06251/73899). red

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