Bensheim

Innenstadt Bürgerinitiative „Bensheimer Marktplatz besser beleben“ konkretisiert Vorstellungen

BI weist Verzögerungsvorwurf zurück

Archivartikel

Bensheim.Die Vertrauensleute der Bürgerinitiative „Bensheimer Marktplatz besser beleben“ hatten auf das Gesprächsangebot der Einzelhändler mit einer Einladung zu einem Treffen reagiert, auch um dem Verzögerungsvorwurf bezüglich der Gestaltung des Marktplatzes der Zukunft (BA vom 12. März) entgegenzutreten, wie Susanne Reichert für die Vertrauensleute erklärt.

Das Gesprächsangebot der BI sei von den Kaufleuten jedoch nicht angenommen. Bei diesem Termin wollten die BI-Vertrauensleute klarstellen: „Unser Ziel ist nicht, wie irrtümlich kommuniziert wird, die im Dialogforum erarbeiteten Ideen und Anregungen für eine zukunftsfähige Entwicklung des Marktplatzes in Frage zu stellen und ebenso wenig das gesamte Verfahren neu aufzurollen.“ Vielmehr wollten die Vertrauensleute nach eigener Darstellung einen Vorschlag unterbreiten, der das Arbeitsergebnis des Bürgerdialogs insgesamt erfasse, zu einem hohen Qualitätsgewinn beitrage und zu einer zügigen Umsetzung führen könne. „Für den Dialogprozess haben wir hohe Wertschätzung“, sagt Akram El-Rikabi.

Die BI ist gegen den Realisierungswettbewerb, „denn die beim zweiten Workshop des Bürgerdialogs vorgenommene Abstimmung, wer auf dem Marktplatz für ein eingeschossiges und wer für die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes sei, wurde ohne die Berücksichtigung der dritten Option – kein Gebäude – durchgeführt. Dieses Versäumnis wurde zu unserem Bedauern weder an diesem Abend noch später korrigiert.“

Ebenso wenig teilt die BI die Auffassung, dass nur durch die Errichtung eines neuen Gebäudes, die gewünschte Belebung am Marktplatz erreicht werden kann. Dazu hatte die Arbeitsgruppe „Kein Haus am Markt 2.0“ im Rahmen des Dialogprozesses interessante Ansätze entwickelt.

Zu Beginn des Dialogprozesses seien die Bürger von Bürgermeister Rolf Richter eingeladen worden, Ideen für einen Marktplatz der Zukunft „ohne Einschränkungen“ zu sammeln und zu Papier zu bringen. Gestartet worden sei noch mit der Überschrift Gestaltung auch „ohne Gebäude“. „Wir empfinden es als zutiefst undemokratisch, wenn über diese Option nicht mehr abgestimmt werden könnte“, so die BI.

Darum trete man dafür ein, dass das ganze Spektrum des Bürgerdialogs in einen ergebnisoffenen und transparenten städtebaulichen Ideen-Wettbewerb einfließt, um doch noch alle Bürger und alle drei Optionen mitzunehmen, sagt Gundula Bunge-Glenz. Dazu sollte ein qualifiziertes Preisgericht gefunden werden, das diesen Wettbewerb fachlich moderiert, auf hohem Niveau begleitet. und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellt. „Nach der Präsentation bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, auch noch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen zu lassen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das Wettbewerbsergebnis aber aufgrund der guten Vorbereitung bereits so ausgereift, dass kein Realisierungswettbewerb durchgeführt werden muss, so dass lokale Planer beauftragt werden können.“ So habe man maximal sechs Wochen Zeitverzögerung, aber dafür wären alle Bürger mitgenommen.

Vor diesem Hintergrund macht die BI einen erneuten Vorstoß zu einem Gespräch, „um eine Einigung zu erzielen, an der uns sehr gelegen ist“. Für diesen Ansatz bittet man die Einzelhändler um einen zeitnahen Terminvorschlag für einen Gedankenaustausch. Dieser könne krisenbedingt auf jedweder Kommunikationsschiene, die die moderne Technik heute bietet, ohne direkten Sozialkontakt erfolgen. red

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