Bensheim

Sankt Anna „Musik zur Weihnachtszeit“ am Sonntag nach den Feiertagen fand großen Anklang in der Gronauer Kirche

Bläser, Sänger und Orgelspiel

Archivartikel

Bensheim.„Musik zur Weihnachtszeit“ – unter diesem Titel fand am Sonntag nach Weihnachten in der evangelischen Kirche Gronau ein gemeinsames Konzert des MGV Eintracht Gronau, des Posaunenchors Gronau/Zell, des Singkreises Aufwind sowie mit Konja Voll an der Orgel statt.

Die drei Ensembles und der Organist boten den Besuchern in der voll besetzten Kirche eine vielfältige Mischung weihnachtlicher Vokal- und Instrumentalmusik aus mehreren Jahrhunderten. Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Uta Voll stimmte der Posaunenchor unter der Leitung von Julia Klingel die Zuhörer zunächst mit Beiträgen des Jugendensembles ein, das mit zwei Bläser-Bearbeitungen bekannter Weihnachtslieder überzeugen konnte.

Der Gesamtchor folgte unter anderem mit einer Fanfare und einem Bläsersatz zu „Seht, die gute Zeit ist nah“. Im Anschluss entführte der MGV Gronau mit ihrem Chorleiter Otto Lamadé die Gäste mit dem Gefangenenchor aus „Nabucco“ in die Welt der Oper. Begleitet wurde der Chor hierbei durch Ulrike Lamadé an der Querflöte und Otto Lamadé am Klavier.

Zum Mitsingen eingeladen

Zum Mitsingen eingeladen waren die Besucher dann beim Choral „Vom Himmel hoch, da komm ich her“. Eingeleitet wurde das Stück durch eine Bearbeitung von Bach mit Konja Voll an der historischen Dreymann-Orgel, die bei dieser Gelegenheit umfänglich „zu ihrem Recht“ kam.

Der Singkreis Aufwind präsentierte im Anschluss unter der Leitung von Esther Schmitt einige traditionelle und neue Weihnachtslieder in moderner Bearbeitung, zum Teil mit Begleitung durch Otto Lamadé am Klavier.

Sowohl der Posaunenchor als auch der Männergesangverein zeigten bei den folgenden Beiträgen ihre große Bandbreite: Nach Bläsersätzen unter anderem zu „Herr, deine Liebe“ und „Pastorale in Brass“ spannte der Männerchor dann den Bogen vom traditionellen „Adeste fideles / Herbei o ihr Gläubigen“ über den gefühlvoll interpretierten alpenländischen Andachtsjodler bis hin zum Spiritual „Go down Moses“.

Bei dem von einem Auswahlchor vorgetragenen polyphonen Satz überraschten einige Chorsänger durch Solo-Partien im Tenor und Bass. An den Gesang schloss sich die virtuose Präsentation einer modernen Bearbeitung des Themas von „Hark, the herald angels sing“ durch Konja Voll an der Orgel an.

Beschwingt ging es dann auch weiter mit dem Singkreis und drei weihnachtlichen Gospel-Stücken, von denen das abschließende „Go, tell it on the mountain“ viele Zuhörer gar zum Mitklatschen animierte.

Durch das Programm führte Werner Mößinger, der die Zuhörer zwischendurch sachkundig mit Informationen zu den dargebotenen Beiträgen versorgte. Am Ende kündigte er dann den „musikalischen Höhepunkt“ des Abends an: Der Schlusschoral „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns wurde von allen drei Gruppen gemeinsam unter der Leitung von Otto Lamadé vorgetragen und von den Zuhörern mit viel Applaus bedacht.

Das Programm schloss stimmungsvoll mit dem von Chören und Besuchern gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“, begleitet von der Orgel. Der Erlös des Konzerts wird für die anstehende Erneuerung der Kirchenuhr verwendet. red

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