Bensheim

Kommunalpolitik Kritik an Aussagen der Wählergemeinschaft

Blühstreifen und Gewerbe: BfB versteht die FWG nicht

Bensheim.Die FWG hatte in einer Pressemitteilung geschrieben, dass die Bauschuttrecycling-Anlage in der Riedwiese vom Tisch ist. „Das trifft zu. Nach einem öffentlichen Ortstermin der Wählergemeinschaft Bürger für Bensheim an der bestehenden Brecher-Anlage der Firma Gölz kam kurze Zeit später das Aus für die Brecher-Anlage an der Riedwiese-Süd durch einen gemeinsamen Artikel von Bürgermeister Richter und den drei Fraktionsvorsitzenden von CDU, GLB und BfB“, schreibt nun die Wählergemeinschaft.

An dem Ortstermin der BfB nahmen damals sehr viele Anwohner aus der Weststadt und Vertreter der Bürgerinitiative teil. „Für uns war spätestens zu diesem Zeitpunkt klar, dass die Riedwiese-Süd nicht der passende Standort für die Brecher-Anlage ist“, informiert Stadtverordneter Norbert Koller.

In den Gremien zugestimmt

Die kritische Aussage der FWG zum Gewerbegebiet nördlich der Schwanheimer Straße habe man allerdings nicht verstanden. Schließlich hätten die Vertreter der FWG im Ortsbeirat West und der Stadtverordnetenversammlung doch zugestimmt. Es bestehe ein großer Bedarf an Gewerbeflächen für kleinere Handwerksbetriebe in Bensheim. „Das Gewerbegebiet war seit langem als Gewerbegebiet ausgewiesen. Die jetzt erfolgten Änderungen waren nur positiv im Vergleich zur bisherigen Planung“, so Joachim Uhde, der die BfB im Magistrat vertritt. Die Stadt mache auf unsere Initiative viel im Bereich der Blühwiesen und Blühstreifen. Das sei auch dringend notwendig und müsse auch noch mehr werden, um den Insekten und Vögel wieder Lebensraum zurückzugeben, greift die BfB das nächste Thema auf.

Südstadt nicht zubauen

Die kritische Haltung der FWG zu Blühstreifen werde in der Bevölkerung kaum jemand verstehen – ebenso wie die positive Haltung der FWG zur Bebauung der Südstadt. Diese Fläche gelte es dauerhaft zu schützen und als Naherholungsgebiet zu erhalten.

„Wir gewinnen zunehmend den Eindruck, dass bei der FWG die linke Hand nicht weiß, was die rechte Hand gerade macht. Jetzt soll die Riedwiese Süd nicht mehr bebaut und der Natur zurückgegeben werden, schlägt die FWG vor. Vor kurzem stand ein Leserbrief eines FWG-Vertreters im BA, der dort ernsthaft einen Parkplatz forderte“, zeigt sich Franz Apfel erstaunt.

Bensheims Südstadt im großen Maße zubauen, aber an der Riedwiese nicht bauen: Das stelle sich so in eine Reihe der FWG-Politik, „die einen Nahversorger für die Innenstadt ablehnt und die Bedarfsampel für Fußgänger an der Wormser Straße abschaffen und damit die Schulkinder in den Angstraum Unterführung pressen will. Soll das mal jemand verstehen“, meint Franz Apfel abschließend. red

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