Bensheim

Kunstflug Matthias Wolf landet bei Teilwettbewerb zur Deutschen Meisterschaft auf Rang drei

Böiger Wind kostet wertvolle Punkte

Bensheim.Beim zweiten von drei Teilwettbewerben zur Deutschen Meisterschaft im Motorkunstflug für originalähnliche Flugmodelle (F3A-X) am vergangenen Wochenende lag der Bensheimer Matthias Wolf mit seiner 2,60 Meter großen „YAK 55SP“ nach drei Durchgängen noch knapp in Führung. Beim vierten Durchgang wurde Wolf dann vom letztjährigen Deutschen Meister Willi Mühlbauer (Bayern) und einem weiteren Piloten auf Rang 3 verwiesen.

Trotzdem ist diese Leistung sehr hoch zu bewerten, da Wolf insgesamt nur sechs Trainingsflüge zwischen dem 1. und 2. Teilwettbewerb absolvieren konnte, während der Erstplatzierte täglich wenigstens zehn Übungsflüge bewältigte.

Der im nordrhein-westfälischen Balve-Beckum durchgeführte Wettbewerb fand bei fast idealem Wetter statt, nur der böige Wind machte den Piloten zu schaffen. Hierbei verhalf dem späteren Sieger dessen stärkerer Vierzylinder-Motor mit fast drei PS mehr an Leistung in den steilen Flugfiguren zum besseren Durchzug, während Wolf – mit dem Zweizylinder-Boxermotor und nur 10,3 PS – gegen den böigen Wind viel häufiger korrigierend aussteuern musste.

Für die jeweils fünf Punktrichter mit ihren Schreibern, die an beiden Tagen insgesamt 96 Flüge zu bewerten hatten, war dies Schwerstarbeit. Gerade durch die große Leistungsdichte bei den teilnehmenden Piloten gaben schon winzige Korrekturen der Flugbahn den Ausschlag für die Bewertung.

Die ersten fünf Plätze lagen bei maximal 1000 zu erreichenden Punkten gerade einmal um 30 Punkte auseinander, zwischen dem ersten und dritten Platz waren es nur 13 Punkte Unterschied.

Neben zwei Durchgängen mit den bekannten Flugprogrammen mussten zwei Durchgänge „Unbekannte“ geflogen werden. Die Piloten und ihre Ansager erhielten erst eine Stunde vor dem Durchgang die zu fliegenden Figuren und hatten keine Möglichkeit, dieses Programm vorher zu üben. Wer hierbei die bessere Motorleistung hatte, war natürlich im Vorteil. Ob der Auerbacher dann für den kommenden dritten Teilwettbewerb in Villingen-Schwennigen noch einen stärkeren Motor einbauen wird, bleibt offen, da er die gleiche Maschine davor noch beim „European Acro-Cup“ Anfang August in Wehrheim/Taunus einsetzen will und die Zeit dafür knapp wird. red

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