Bensheim

CDU Ortstermin mit Vertretern der Deutschen Post an der Niederlassung in der Schwanheimer Straße / 14 Streetscooter stationiert

Briefe kommen mit Elektroantrieb

Bensheim.Im traditionellen Gelb der Post sind die Fahrzeuge lackiert, unter der Motorhaube steckt aber modernste Technik: Die Streetscooter fahren mit reinem Elektroantrieb. Für die Zustellung von Briefen und Paketen setzt das Unternehmen sie ein.

Auch in Bensheim sind die Wagen unterwegs. In der Niederlassung an der Schwanheimer Straße sind 14 Elektro-Fahrzeuge stationiert, die im Stadtgebiet und dem Umland eingesetzt werden. Die CDU-Fraktion informierte sich bei einem Besuch über den sogenannten Streetscooter, der ein Beispiel für die Umsetzung von Elektromobilität im Alltag ist.

Kein Lärm, keine Abgase

„Das Modell der Post zeigt, wie neue Antriebstechniken im täglichen Betrieb eingesetzt werden können. Die Fahrzeuge haben keine Abgasemissionen, das ist gut für die Luft in der Stadt, und sie machen auch praktisch keinen Lärm“, berichtet Rudolf Volprecht. Die Christdemokraten erfuhren nicht nur Details zum Mobilitätskonzept, sondern saßen auch auf dem Fahrersitz Probe und ließen sich die Funktionen der Streetscooter zeigen.

Zukunftsfähig will sich die Deutsche Post mit der Umrüstung ihrer Fahrzeugflotte aufstellen. Das wird nicht zuletzt durch eine Zunahme der Paketsendungen erforderlich. Steigender Online-Handel macht sich bemerkbar. In Bensheim ist dies wie im ganzen Land zu beobachten, wobei in der hiesigen Region der Rückgang bei der Anzahl der Briefe vergleichsweise gering ist.

Nicole Lahser, Betriebsleiterin der Post am Standort Bensheim, und der regionale Politikbeauftragte des Unternehmens, Friedhelm Schlitt, erläuterten die Vorteile des Streetscooters, die sich nicht nur für den Klimaschutz aufgrund der Verringerung des CO2-Ausstoßes ergeben. Die Nutzfahrzeuge seien bei den Kosten für Wartung und Service deutlich günstiger als Autos mit Verbrennungsmotoren – also ein wirtschaftlicher Pluspunkt, der die Kommunalpolitiker der CDU positiv überraschte.

Als Modelle gibt es neben dem Fahrzeug mit geschlossener Ladefläche auch eine Variante mit Pritsche. Konstruiert sind sie für den Verkehr in Kleinstädten und ländlichen Gebieten. Vor allem robust gebaut, um im Alltag mit hunderten Stopps bei der Zustellung zu bestehen. Dabei bedurfte es viel Pioniergeist, um die Technologie einzuführen. Renommierte Hersteller wollten einst nicht in das Projekt einsteigen. Nach der Entwicklung des Streetscooters durch die Technische Hochschule Aachen hat der Post-Konzern inzwischen die Herstellerfirma übernommen. Die Fahrzeuge werden also selbst produziert. Inzwischen sind über 5000 im Zustellbetrieb des Unternehmens im Einsatz. Seit Anfang des vergangenen Jahres in Bensheim.

Andere Firmen – wie Handwerker oder Transportunternehmer – können die Fahrzeuge kaufen oder leasen. Fraktionsmitglied Carmelo Torre fragte, ob ein Einsatz solcher Wagen beispielsweise beim Bauhof in Bensheim möglich sei. Schließlich sind mit dessen Aufgaben vor allem innerstädtische Fahrtstrecken verbunden. Eine Umrüstung des Fuhrparks der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße auf Elektroantrieb will die CDU zur Prüfung vorschlagen.

Nach der erforderlichen Instrastruktur erkundigten sich die Stadtverordneten bei ihrem Besuch. Ladesäulen zählen dazu, die auf dem Post-Gelände seit Einführung der neuen Fahrzeuge vorhanden sind. Über Nacht, wenn der Zustellbetrieb ruht, kommen die gelben Streetscooter an die Steckdose. Am nächsten Morgen sind ihre Batterien aufgeladen, um ausreichend Energie für die täglich zu fahrenden Strecken zu haben. red

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