Bensheim

Kunstfreunde Bensheim Nash Ensemble of London spielt am 30. November im Parktheater

Brillante Nachwuchsmusiker

Archivartikel

Bensheim.Mit hochkarätigen Gästen aus Großbritannien verabschieden sich die Kunstfreunde Bensheim in die Advents- und Weihnachtszeit und bescheren dem Publikum ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Das letzte Konzert 2019 (Samstag, 30. November, 20 Uhr im Parktheater) wird von dem traditionsreichen Nash Ensemble of London gestaltet.

Es wird in der Klavierquintett-Besetzung zu hören sein, erneut mit dem Cellisten Adrian Brendel, der schon 2014 gemeinsam mit Kit Armstrong und zuletzt 2017 mit dem Nash Ensemble das Bensheimer Publikum begeistert hat.

Als Englands hervorragendstes Kammerorchester bezeichnet die Zeitung „The Times“ das Ensemble, das 1964 von Amelia Freedman gegründet wurde. Und in der Tat sind die Musiker auf allen Kontinenten und in den prominentesten Konzertsälen stets gern gesehene Gäste. In Deutschland ist das Nash Ensemble of London unter anderem regelmäßig im Berliner Konzerthaus, in der Alten Oper Frankfurt oder im Leipziger Gewandhaus zu erleben, und nun, auf Einladung der Kunstfreunde Bensheim, zum dritten Mal im Parktheater.

Das Kammermusikensemble vereint heute einige der brillantesten Nachwuchsinstrumentalisten Großbritanniens. Seine interessanten und oft außergewöhnlichen Programme, darunter insbesondere die zahlreichen Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, finden weltweit große Beachtung. Über 255 Werke, davon 145 Auftragskompositionen, hat das Nash Ensemble of London bereits uraufgeführt.

In Bensheim stehen drei Werke für Klavier und Streicher auf dem Programm: Das einsätzige Klaviertrio von Edvard Grieg, sein einziger Beitrag zu der Gattung, bei dem Adrian Brendels Cellopart besonders prominent behandelt wird. Das Klavierquintett in g-Moll von Dimitri Schostakowitsch ist ebenfalls der einzige Beitrag des Komponisten zu dieser Gattung. Es atmet die im Ent stehungsjahr 1940 in der damals so genannten Stadt Leningrad fühlbare unterschwellige Bedrohung durch die bevorstehenden politischen Ereignisse. Inspiriert ist die Musik aber auch durch Johann Sebastian Bach, seine harmonischen Spannungsbögen und der Paarung von „Praeludium und Fuge“. Prokofieff zeigte sich verwundert davon, dass jede Note kalkuliert erscheint, was uns heute als typischer Schostakowitsch-Ton erscheint: die Vermeidung von romantischem Überschwang.

Das Klavierquintett f-Moll von Johannes Brahms erklingt nach der Pause. Es gilt als eines der Hauptwerke der Gattung, bezieht einige Gedanken aus Schuberts „Grand Rondo“, und ist das Endprodukt einer Entwicklung, in der es zunächst ein Streichquintett werden sollte, dann eine Sonate für zwei Klaviere. Schließlich gab die sinfonische Fülle an Gedanken und musikalischen Entwicklungen den Ausschlag, Klavier und Streicher zu verbinden.

Konzertkarten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem im BA-Medienhaus, Telefon 06251/100816, der Bücherstube Deichmann sowie online unter www.kunstfreunde-bensheim.de. Die Abendkasse öffnet um 19.15 Uhr. red

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