Bensheim

Kommunalpolitik Stadtverband sieht den Masterplan Klimaschutz als lokale Antwort auf die globale Diskussion

CDU: Mehr Solarzellen auf die Dächer

Archivartikel

Bensheim.Photovoltaik könnte in Bensheim noch viel mehr genutzt werden, meint die CDU. Sie sieht in weiteren Solarzellen, die Strom erzeugen, ein großes Potenzial, um konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen.

Seit fünf Jahren setzt die Stadt bereits verschiedene Maßnahmen mit dem Ziel um, den Ausstoß von CO2 zu verringern. Grundlage ist der „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“, über dessen einzelne Punkte die Christdemokraten beraten haben. Das Programm wollen sie als lokale Antwort auf die Klimadiskussion fortsetzen.

„Dachflächen eignen sich gut für Solarzellen. Den Ausbau im privaten Bereich wollen wir unterstützen, auch um einer autarken Energieversorgung von Wohngebieten aus regenerativen Quellen nahezukommen“, fasst Carmelo Torre in einer Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes zusammen. Dies trage nicht nur zur Reduzierung der Treibhausgase bei, sondern lohne sich für Hausbesitzer zudem finanziell.

Mehr Beratung hält die CDU für erforderlich, auch durch Besichtigungen von Musterhäusern, um die Installation weiterer Anlagen voranzubringen. Als zukunftsweisend sieht sie an, insbesondere in Neubaugebieten die Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik vorzusehen.

Nahwärmenetze ergänzen diese Konzepte. Auch der Einsatz von Wärmepumpen soll weiterhin unterstützt werden. Sinnvoll ist zudem, durch Sanierungen von Gebäuden einen geringeren Energieverbrauch zu erreichen. Bei städtischen Gebäuden will die Union dies fortsetzen.

Photovoltaik ist darüber hinaus auf Freiflächen denkbar. Angesichts der breiten Ablehnung von Windrädern an der Bergstraße sieht die CDU eine höhere Akzeptanz für die Nutzung der Sonnenenergie. Flächen kämen allerdings nur in Betracht, wenn sie sich für den Ackerbau weniger eigneten.

ÖPNV und Radwege

„Die Maßnahmen im Klimaschutzpaket der Bundesregierung, die auf eine kommunale Umsetzung abzielen, finden sich alle im Masterplan der Stadt inhaltlich wieder. Das heißt, Bensheim ist gut aufgestellt, um die zusätzlich zu erwarteten Fördermittel des Bundes zweckgerecht zu verwenden und zuzuweisen“, berichtet CDU-Vorstandsmitglied Wilhelm Karnbrock über den Vergleich der Papiere. „In Bensheim wollen wir bereits laufende Maßnahmen weiterführen und zusätzliche beginnen, die sich auf örtlicher Ebene wirksam ausgestalten lassen.“

Bei der Mobilität ist dies der öffentliche Personennahverkehr. Die Zahl der Fahrten der Buslinien in Bensheim wurde im vergangenen Jahr ausgeweitet. Ziel ist die Verbesserung der Zugverbindungen besonders für Pendler, durch die S-Bahn soll dies erreicht werden. Ebenfalls will die CDU die Infrastruktur für Radfahrer verbessern.

Eine Reihe von Ladesäulen für E-Autos sind in Bensheim vorhanden, die ergänzt werden sollten. Auch in Privathäusern und bei Firmen sollen solche E-Tankstellen entstehen. Die Stadtverwaltung hat mehrere Fahrzeuge mit Elektromotor angeschafft. Zudem erhält der KMB jetzt zwei Pritschenwagen. red

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