Bensheim

Marktplatz Christdemokraten befürchten Verzögerungen / Kritik an Initiatoren

CDU positioniert sich zum Bürgerbegehren

Archivartikel

Bensheim.Der Diskussionsprozess zum Marktplatz der Zukunft soll nicht wieder auf „Null“ gesetzt werden. Für die Entwicklung der Innenstadt sieht es die CDU-Fraktion als wichtig an, den eingeschlagenen Weg einschließlich der Bürgerbeteiligung fortzusetzen und eine umsetzbare Lösung zu erarbeiten. Ein Bürgerentscheid würde dies erheblich verzögern, schreiben die Christdemokraten.

„Wenn dieselben Debatten immer wieder von Neuem begonnen werden, rückt dieses Ziel in die Ferne“, stellt Stadtverordneter Ralf Dorsheimer fest. Der städtebauliche Wettbewerb solle durchgeführt werden, um konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Marktplatzes zu erhalten.

Dies hat die Stadtverordnetenversammlung im September mit breiter Mehrheit beschlossen, dafür stimmten SPD, Grüne Liste (GLB), Bürger für Bensheim (BfB) und CDU. Das Bürgerbegehren, für das derzeit Unterschriften gesammelt werden, soll zur Abstimmung stellen, ob stattdessen ein Ideenwettbewerb durchgeführt wird.

Alle konnten Vorschläge machen

Doch die Christdemokraten fragen, warum nochmals die verschiedenen Aspekte zusammengetragen werden sollen, wenn doch schon alle Bürger die Möglichkeit hatten, ihre Vorschläge einzubringen. Am Dialogprozess haben sich viele Einwohner beteiligt. Vor allem stört sich die Fraktion daran, dass die Initiatoren des Bürgerbegehrens den Eindruck erweckten, dass sich der städtebauliche Wettbewerb allein auf ein Gebäude richte. Das sei nicht richtig, denn vielmehr lautet die Aufgabenstellung an die Planer, den gesamten Marktplatz in ihre Konzepte einzubeziehen.

Damit sei die Forderung, das gesamte Areal zu betrachten, bereits erfüllt. „Die aufgrund des Ergebnisses der Bürgerbeteiligung erstellten Eckpunkte stellen einen möglichen Konsens dar“, meint Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk. Fraglich sei, ob sich durch einen Ideenwettbewerb, wie mit dem Bürgerbegehren angestrebt, eine größere Einigkeit erreichen lasse.

Die CDU-Fraktion weist darauf hin, dass sich aus den Eckpunkten eine Reihe von Aufgaben ergeben, die die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge ermöglichen, die aber auch bewusst offen für vielfältige Gestaltungsansätze seien.

Der Bürgerentscheid stelle ein legitimes Mittel dar, um ein anderes Verfahren festzulegen, wie es der Ideenwettbewerb darstellen würde. Die Christdemokraten rufen die Bürger auf, sich über die Auswirkungen zu informieren und dann zu entscheiden, ob sie das Begehren mit ihrer Unterschrift unterstützen wollen. red

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