Bensheim

Krankenhaus Dr. János Borgulya baut mit Wirbelsäulenzentrum dritten Schwerpunkt im Bensheimer Hospital auf

Chefarzt wechselt von Lorsch ans HGH

Archivartikel

Bensheim.Längst sind Rückenschmerzen zur neuen Volkskrankheit geworden. Eine immer älter werdende Gesellschaft mit entsprechenden degenerativen Krankheitsbildern, gerade auch an der Wirbelsäule, tut ihr Übriges.

Aber auch die jüngere Generation ist immer mehr betroffen. Gerade in Westeuropa führen zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung vermehrt zu Schäden an den Bandscheiben. Im Heilig-Geist-Hospital bietet man Rückenpatienten mit Chefarzt Dr. János Borgulya nun die Versorgung aus einer Hand – am 1. August wechselte der Experte von Lorsch nach Bensheim; für das HGH Startschuss für die weitere inhaltliche Entwicklung.

„Wir freuen uns auf die Weiterentwicklung der Wirbelsäulenchirurgie am HGH zu unserem dritten großen Zentrum“, erklärt Geschäftsführer Benjamin Behar. Ein Zentrum für Urologie sowie ein Zentrum für die Verdauungsorgane konnten in den vergangenen Jahren im Bensheimer Krankenhaus bereits etabliert werden.

Zahl der Patienten steigt

Dass man mit dem neuen Chefarzt für diese Aufgabe genau die richtige Wahl getroffen hat, dessen ist sich Behar sicher: „János Borgulya ist Facharzt für Orthopädie und damit fachlich die perfekte Ergänzung zu Dr. Soulation als Neurochirurg.“

Gerade ältere Menschen mit Erkrankungen der Wirbelsäule sieht man in Bensheim mit dem neuen Chefarzt in den besten Händen. „Ich durfte in den letzten Jahrzehnten beobachten, dass das durchschnittliche Alter von Wirbelsäulenpatienten stetig nach oben klettert. Das liegt zum einen daran, dass ältere Menschen heute viel aktiver sind als noch vor zehn oder zwanzig Jahren – natürlich verbunden mit einem höheren Anspruch an die Lebensqualität. Zum anderen unterliegen die Medizin im Allgemeinen und Operationsmethoden im Besonderen einem rasanten Fortschritt in Forschung und Entwicklung. Wir verfügen heute über ein breites Repertoire an schonenden und vor allem sicheren chirurgischen Eingriffsmöglichkeiten, die im Heilig-Geist Hospital Anwendung finden können. Angefangen bei minimal-invasiven OP-Techniken, über endoskopische Therapien bis hin zur Implantation von Bandscheibenprothesen ist im HGH alles möglich“, erklärt der Experte.

Ganz besonders freut er sich auf die Zusammenarbeit mit der Allgemein- und Bauchchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jens Jonescheit. Denn statt, wie meist praktiziert, von hinten zu operieren, führt Dr. János Borgulya Eingriffe gerne von vorne durch, ohne dabei den Bauchraum öffnen zu müssen. Der Unterschied: Beim dorsalen Zugang, also dem von hinten, werden während der Operation die Dornfortsätze und Wirbelbögen freigelegt, die Rückenmuskulatur wird mitunter stark in Mitleidenschaft gezogen. Beim vorderen, dem sogenannten ventralen Zugang, wird die Wirbelsäule von vorne erreicht und in einer Art virtuellem Hohlraum operiert – und zwar wesentlich muskel- und gewebeschonender, mit nur minimalem Blutverlust. Der ventrale Zugang ist gerade bei Revisionsoperationen von großem Vorteil.

Dabei profitieren Dr. Borgulyas Patienten von seiner ganz besonders breiten Aufstellung als Chirurg. Startpunkt seiner bald 40-jährigen Laufbahn war die Universitätsklinik im ungarischen Szeged, wo er 15 Jahre lang zunächst in der Allgemein- und Viszeralchirurgie tätig war. Seine Ausbildung in der Wirbelsäulenchirurgie, die noch heute sein Steckenpferd ist, erfuhr er in Münster, in einem der bundesweit angesehensten Wirbelsäulenzentren mit Maximalversorgung.

Renommee und Expertenwissen

Als Leitender Oberarzt in Düsseldorf, dem zweitgrößten orthopädisch-chirurgischen Zentrum in NRW, machte sich der Experte schließlich seinen Namen. In den vergangenen Jahren baute er zuletzt maßgeblich die Wirbelsäulenchirurgie in Lorsch auf und aus.

„Dass wir mit Dr. Borgulya einen so breit ausgebildeten Chirurgen gewinnen konnten, ist wirklich großartig“, erklärt Benjamin Behar weiter. „Er verbindet ein herausragendes Renommee und Expertenwissen in der Wirbelsäulenchirurgie mit dem Blick eines erfahrenen Gefäßchirurgen – diese Verknüpfung bietet der Bergsträßer Bevölkerung von jung bis alt eine wirklich umfassende Versorgung von Rückenleiden aller Komplikationsgrade. Dass Dr. János Borgulya als Bensheimer über ein enges Netz an niedergelassenen Kollegen verfügt, ist das Tüpfelchen auf dem I.“ red

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