Bensheim

Blindenmission Bensheimer Bürger spendeten im vergangenen Jahr mehr als 70 000 Euro

Dank Kunstlinsen wieder klare Sicht

Bensheim.Menschen mit Sehbehinderungen in Entwicklungsländern zu helfen, das liegt den Einwohnern aus Bensheim am Herzen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat im vergangenen Jahr von 426 Bürgern aus Bensheim insgesamt 71 064 Euro an Spenden erhalten. Mit dem Geld kann die CBM 2368 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika am Grauen Star operieren und so Augenlicht schenken.

Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind. Davon sind alleine 12,6 Millionen durch Grauen Star erblindet – einer Trübung der Augenlinse. Mit einer kleinen Operation könnten sie wieder sehen. Durchschnittlich kostet ein solcher Eingriff in den Projekten der CBM nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose 125 Euro. Doch das sind Beträge, die sich viele der Betroffenen in Entwicklungsländern nicht leisten können.

So war es auch bei Mazaga Mahorosho aus Tansania. Der 45-Jährige handelt mit Getreide und Mais. Damit kann er seine Frau und die fünf Kinder gut versorgen. Doch nach und nach trüben sich die Linsen seiner Augen, er kann immer schlechter sehen und kaum noch arbeiten. Als Mazagas Geschäfte völlig zum Erliegen kommen, muss er auf seine wenigen Ersparnisse zurückgreifen. Der Familienvater macht sich große Sorgen um die Zukunft. Denn sobald seine Rücklagen aufgebraucht sind, muss die Familie hungern.

Doch plötzlich gibt es Hoffnung: Mazaga erfährt vom CBM-geförderten CCBRT-Krankenhaus in Daressalam und lässt sich sofort hinbringen. Dort wird festgestellt, dass er an Grauem Star erkrankt ist. Zwei kleine Operationen können ihm helfen: Innerhalb weniger Tage werden die trüben Augenlinsen gegen künstliche getauscht.

Mazaga kann wieder klar sehen und jubelt: „Ich bin so glücklich, jetzt kann ich meine Geschäfte fortsetzen und muss keine Angst mehr um meine Familie haben. Vielen Dank!“

Diesen Dank gibt die Christoffel-Blindenmission an die Menschen aus Bensheim weiter: Ohne ihre Unterstützung könnte die Entwicklungshilfeorganisation Mazaga und vielen anderen Patienten auf der Welt nicht helfen. red

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