Bensheim

Trockenheit Im Juli fielen nur 19 Liter Regen pro Quadratmeter

Das Land dürstet nach Regen

Schwanheim.Noch nie hat es zwischen April und Juli so wenig geregnet wie in diesem Jahr – zumindest, seit die Meteorologen das Wetter aufzeichnen. Doch wie trocken war es tatsächlich? Christoph Schweickert hat mit der Wetterstation auf dem Hof der Familie in Schwanheim die Daten der ersten sieben Monate des Jahres 2018 ausgewertet.

Ergebnis: Es fielen 232,2 Liter Regen pro Quadratmeter. Der langjährige Mittelwert liegt bei 367 Litern, was ein Defizit von fast 135 Litern pro Quadratmeter ausmacht. So fielen im Juli lediglich 19,6 Liter. Normal wären mehr als 60 gewesen. Den absoluten Tiefpunkt gab es bereits im Februar, damals tröpfelten 6,3 Liter vom Himmel. 40 wären der Durchschnitt gewesen. Aufzuholen ist das nicht mehr, selbst wenn es die nächsten Monate durchregnen sollte, was die Landwirte jedoch vor andere Probleme stellen würde. Selbst die Gewitterschauer der vergangenen Tage helfen nicht – im Gegenteil. „Das ist nach zwei Tagen wieder verdunstet. Und wenn es zu heftig runterkommt, besteht die Gefahr, dass die Pflanzen – wie der Mais – zerschlagen werden“, erklären Christoph und seine Mutter Beate Schweickert.

Wie sehr es das Land nach ergiebigem Regen dürstet, zeigte sich bei einem Test auf dem Acker. Der Student wollte überprüfen, wie tief er graben muss, um in feuchtere Lagen zu kommen. Ergebnis: Der Feldversuch musste abgebrochen werden, weil man mit dem Spaten nicht die obersten Erdschichten durchbrechen konnte. dr

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