Bensheim

Jubiläum Verein Nitya Seva feiert 20-jähriges Bestehen / Drei Heime in Indien geben 200 Mädchen und Jungen ein Zuhause

Den Kindern ihr Lächeln zurückgegeben

Bensheim.Der am 13. Juni 1998 von Claus D. von der Fink gegründete gemeinnützige Verein „Nitya Seva“ kümmert sich seit dem Jahr 2000 in Bhopal (Indien) um Straßen-, Slum-, Bahnsteig- und Waisenkinder sowie um kranke und bedürftige Mädchen und Jungen. Der Vereinsverantwortliche betreibt dort zusammen mit seiner indischen Ehefrau Asha drei eigene Heime. Nitya Seva feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

In den drei Einrichtungen – das am 9. Juli 2000 eröffnete Kinderheim in Bhopal-Chandbarh, das am 3. August 2004 seiner Bestimmung übergebene Kinderheim in Bhopal-Pipalner sowie das im Oktober 2014 eingerichtete After Care Center – haben derzeit über 200 Mädchen und Jungen ihr Zuhause.

Das Projekt hat die folgenden wesentlichen Auswirkungen: Die Kinder haben ein Dach über dem Kopf, eine eigene Adresse und sie erhalten täglich drei warme, nahrhafte Mahlzeiten, ein Schulfrühstück sowie einen Nachmittagssnack.

Für die ärztliche Betreuung der Kinder ist gesorgt, Sanitäranlagen ermöglichen die tägliche Körperpflege. Den Kindern wird Gelegenheit gegeben, Schulen und Förderkurse zu besuchen. Die Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe ist durch mehrere Nachhilfelehrer gewährleistet. Sie erhalten die Möglichkeit, eine qualifizierte Berufsausbildung durchzuführen. Neun der Vereinsschützlinge studieren aktuell an Universitäten.

Die Kinder bekommen Zuneigung und die Chance für eine bessere Zukunft. „Unsere Schützlinge haben unter schlimmsten Verhältnissen gelebt, oft ohne ein Dach über dem Kopf, auf dem Boden schlafend, ohne ausreichende Nahrung, Zugang zu sauberem Wasser und ohne ärztliche Versorgung“, berichtet der Vereinsgründer.

„Viele der Kinder haben wir von der Straße geholt, andere werden uns von der für Soziales zuständigen Behörde zugewiesen oder von Eltern, die ihre Kinder nicht ausreichend versorgen können, übergeben. Wir bieten den Kindern ein Zuhause, Geborgenheit und die Möglichkeit, Familienleben zu erfahren“, betont von der Fink.

Die Helfer stärken das Selbstwertgefühl, die Persönlichkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder und ermöglichen ihnen ein menschenwürdiges Dasein. Sie werden später nach Gründung eigener Familien ein geregeltes Leben, weg von der Straße, führen können. „Wir bieten ihnen eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung als solide Grundlage für ein künftiges eigenständiges Leben sowie als Chance und Schlüssel für eine bessere Zukunft. Wir ermöglichen nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt ausschließlich durch Spenden, die ohne jeglichen Abzug nach Indien weitergegeben werden. Claus D. und Asha von der Fink ziehen eine erfreuliche Bilanz: „Wir haben unsere Kinder aus schlimmen, oft traumatischen Lebensumständen befreien und ihnen ihre Kindheit und ihr Lächeln zurückgeben können. Das macht uns glücklich und gibt uns die Energie, weiteren Notleidenden zur Seite zu stehen.“ red

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