Bensheim

Synagogenverein Am 20. November Aufführung

Die Geschichte einer Freundschaft

Auerbach.Der Auerbacher Synagogenverein lädt ein für Mittwoch, 20. November, um 19.30 Uhr ein zu einem Einpersonenstück, das die Entrechtung der Juden im deutschen NS-Staat nachfühlbar macht: „Edith und Minna. Die Geschichte einer Freundschaft“. Aufgeschrieben, erzählt und gespielt von Jürgen Flügge. Veranstaltungsort ist die ehemalige Auerbacher Synagoge in der Bachgasse 28.

Im Nachlass seiner Mutter fand Jürgen Flügge einen mit alten Briefen und Postkarten gefüllten Koffer. Briefmarken und Stempel verwiesen auf die Zeit von 1934 bis in die 50er Jahre. Absenderin ist Edith, die beste Freundin seiner Mutter Minna und Tochter einer jüdischen Familie, die vor dem Druck der nationalsozialistischen Herrschaft in die USA fliehen konnte.

Die Korrespondenz zwischen Edith und Minna erzählt von der Kraft einer Freundschaft mitten in der Zeit der Judenverfolgung. Mit ihrer Freundschaft schafften sich die Mädchen eine Insel, durch die sie auch über den trennenden Atlantik hinweg miteinander verbunden blieben.

Aus den Geschichten und Anekdoten aus dem Koffer hat Jürgen Flügge, der Autor, Erzähler und Schauspieler ist, das Stück geformt. Er wurde 1944 in Darmstadt geboren. Nach dem Studium wirkte er in Deutschland und der Schweiz als Regisseur und Dramaturg. 2001 gründete er das Hoftheater Tromm im Odenwald, an dem „Edith und Minna. Die Geschichte einer Freundschaft“ uraufgeführt wurde. Der Eintritt ist frei, für Spenden ist der Verein dankbar. red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel