Bensheim

Innenstadt Bei einem Rundgang der CDU ging es unter anderem um die geplante Umgestaltung des Bereichs an der Lauter

Direkte Zugänge zum Wasser geplant

Archivartikel

Bensheim.Wasser ist in der Stadtmitte an vielen Stellen anzutreffen. In Brunnen und Bachläufen wirkt das plätschernde und sprudelnde Element belebend. So war es auch Thema beim Rundgang der CDU-Fraktion im Zentrum von Bensheim – mit dem Blick auf geplante Projekte. Der Bereich rund um den Nibelungenbrunnen in der oberen Hauptstraße etwa soll umgestaltet werden. Die Außenbestuhlung des Cafés könnte mehr Platz erhalten und das Spielangebot für Kinder ausgeweitet werden.

Vor allem die Technik des Brunnens müsse verändert werden, die derzeit sehr wartungsintensiv sei. Die Christdemokraten schlagen vor, anstelle des vorhandenen Betonbeckens mehrere kleine Wasserfontänen auf dem Platz zu installieren. Diese würden für ein lebendiges Bild sorgen, ist die CDU überzeugt.

„Wir wollen den Nibelungenbrunnen mit seinem Umfeld aufwerten, das wird positiv auf die obere Fußgängerzone wirken. Im Haushalt hat die CDU mit ihren Koalitionspartnern bereits Gelder bereitgestellt“, erklärte Stadtverordneter Carmelo Torre.

Damit werde ein Ergebnis aus dem Innenstadtdialog umgesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Auch das Bürgernetzwerk, das seit einiger Zeit konkrete Ideen für die Stadtmitte entwickelt, hat sich mit diesem Platz befasst und sieht hier die Möglichkeit für eine Maßnahme, die kurzfristig umgesetzt werden könnte.

Bauarbeiten laufen am Marktplatz, der nächsten Station des Rundgangs. Ein Teil des Kopfsteinpflasters sowie unterirdische Leitungen und mehrere Laternen wurden erneuert, die nächsten Abschnitte sollen nach Fertigstellung des neuen Hauses am Markt folgen. Das bisherige Gebäude wird bis Mitte August vollständig abgetragen, während des Winzerfests soll die Fläche für Zelte zur Verfügung stehen.

Start für den Neubau werde Anfang 2020 sein. Die CDU will durch die künftige Nutzung des Hauses eine Belebung des Marktplatzes erreichen: Im Erdgeschoss soll Gastronomie einziehen, die auch den Außenbereich oberhalb des Brunnens umfasst. Soziale Einrichtungen wie das Familienzentrum kommen in die weiteren Etagen.

Öffnung der Mauer vorgesehen

Greifbar sind die Überlegungen für die bessere Wahrnehmbarkeit der Lauter. Sanjin Maracic und Karl-Heinz Schlitt als Vertreter des Bürgernetzwerks machten deutlich, wie einzigartig eine solche Wasserachse in einer Innenstadt sei – jedenfalls in der näheren Umgebung – und welches Potenzial sie biete. Mit der Aktion „LauterLicht“ hatte ihre Gruppe bereits die Beleuchtung als einen Bestandteil eines Gestaltungskonzeptes in Szene gesetzt.

Direkte Zugänge zum Wasser schlägt die Stadt in ihrer Planung vor. Schon beim Innenstadtdialog sei dies gewünscht worden, auch von den Vertretern des Bürgernetzwerks wird die Idee unterstützt. Dies trifft mit dem aktuellen Vorhaben des Gewässerverbandes zusammen, die Lauter aus ihrem gepflasterten Bett herauszuholen und zu renaturieren. So konnte Erster Stadtrat Helmut Sachwitz den Teilnehmern des Rundgangs der CDU-Fraktion erste Skizzen vorstellen, die den Bachlauf von der Stadtmühle bis zum Rinnentor umfassen.

Durch eine Öffnung der Mauer werde die Lauter besser wahrnehmbar. An mehreren Stellen könnten Treppen zum Bach führen, ebenfalls ist ein Bereich mit großzügigen Sitzstufen vorgesehen. Eine zukünftig geringere Fließgeschwindigkeit erlaubt es, eine Verbindung zwischen den beiden Uferseiten über Trittsteine einzurichten.

Tische und Stühle für ein gastronomisches Angebot könnten das Konzept ergänzen. Angedacht ist hierfür der Bereich am Kaufhaus Ganz oder die bisherigen Stellplätze zwischen den Häusern westlich der Mittelbrücke. Weiterer Bestandteil ist ein Konzept für die Bepflanzung mit Bäumen und Blumen, die das Gesamtbild befördern soll.

Die CDU will das Vorhaben weiter voranbringen, nicht zuletzt durch erforderliche finanzielle Mittel im städtischen Haushalt. Schließlich lasse sich an der Lauter das vorhandene Potenzial nutzen, durch gezielte Maßnahmen könne das Quartier in der Stadtmitte aufgewertet und die Aufenthaltsqualität weiter verbessert werden. Wasser spiele hierbei die zentrale Rolle.

Dazu zählt auch eine neue Gestaltung des Spielplatzes am Wambolter Hof, der Magistrat hat einen Planer beauftragt.

Der Rinnentorturm ist ein Beispiel für die historischen Bauwerke, die durch Beleuchtung mehr zur Geltung kommen könnten. Beim Rundgang der Union wurde vorgeschlagen, den Grundriss der ehemaligen Toranlage auf dem Straßenpflaster kenntlich zu machen.

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