Bensheim

Gruneme Kerb Von Freitag bis Montag wird gefeiert

Dorffest mit langer Tradition

Gronau.Am Wochenende (13. bis 16. Oktober) feiern die Gronauer in diesem Jahr wieder ihre Kirchweih: die Gruneme Kerb. Sie ist ein auf langer Tradition aufgebautes Dorffest, das seinen Höhepunkt am Kerwesonntag mit dem Umzug ab 14 Uhr und der Kerweredd hat.

Für den echten Gronauer ist es selbstverständlich, am Kerwemontag einen Tag Urlaub einzuplanen, nach dem Frühschoppen klingt die Kerb am Abend dann in den Gronauer Lokalen aus. Der Gronauer an sich ist stolz auf die Kerb, denn im Gegensatz zu den ewigen Rivalen aus dem Nachbarort Zell beanspruchen die "Gruneme Woanser" die richtige Kerb im Meerbachtal eigens für sich, denn zu einer Kirchweih gehöre eine Kirche - und die Zeller im unteren Tal hätten diese halt nicht vorzuweisen, so die Argumentation.

Manchmal neigen die Gronauer auch dazu, traditionelle Eigenarten mit Klauen und Zähnen zu verteidigen: ein "r" am Ende der Gruneme (r) Kerb ist für den echten Gruneme "ein Dorn im Auge", heißt es in einer Pressemitteilung. In den vergangenen Jahren hat sich besonders die inzwischen wieder sehr aktive Kerwejugend an alte Traditionen erinnert. So ist ein gemeinsamer Kirchgang am Kerwesonntag in der Gronauer Kirche Sankt Anna wieder fester Bestandteil des Programmes, ebenso die Einstudierung der Kerwetänze um die Kerb zu eröffnen.

Die Kerwemädchen und Kerweborsch (Geometer) sind eifrig dabei, Kerwekranz und Kanzel vorzubereiten, und geleiten Kerweparre Eric und Mundschenk Philipp am Sonntag (15.) an Ort und Stelle. Natürlich dürfen auch die Motivwagen nicht fehlen. Wie heißt es doch so schön: Tradition erhalten ist nicht die Asche aufzubewahren, sondern das Feuer nicht ausgehen zu lassen. Verantwortliche der IG Gruneme Kerb, Kerwejugend und die Gronauer sind auf einem guten Weg, die notwendigen Schritte hierzu sind eingeleitet. kw

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