Bensheim

Kunstfreunde Am 14. April Konzert in Bensheim

Dover Quartet im Parktheater

Archivartikel

Bensheim.Sie waren gerade einmal 19 Jahre alt, als sie sich zusammenschlossen – mittlerweile gelten die jungen Musiker des Dover Quartet als das nächste große Streichquartett. Am Samstag, 14. April, 20 Uhr, sind sie im Parktheater zu Gast.

Die Musiker haben sich 2008 in Philadelphia gefunden und seitdem etliche bedeutende Wettbewerbe gewonnen. Die Siegertournee nach dem Streichquartettwettbewerb im kanadischen Banff 2013 war ein phänomenaler Erfolg und brachte den internationalen Durchbruch. Seitdem ist das Quartett auf allen großen Bühnen der klassischen Welt zu hören, so auch in der Wigmore-Hall in London, bei der Biennale in Paris, in Regensburg, München, Salzburg und in vielen anderen Musikmetropolen.

Alle Mitglieder des Quartetts sind ebenfalls gefragte Solisten und konzertierten bereits mit renommierten Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, Tokyo Philharmonic, Kansas City Symphony und BBC Concert Orchestra.

Für das Konzert in Bensheim stehen Streichquartette von Joseph Haydn, Alexander Borodin und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Das f-Moll-Quartett von Haydn, der als „Vater des Streichquartetts“ gilt, ist das emotionalste seiner sechs sogenannten Sonnenquartette mit aufbrausenden Themen, Modulationen in abgelegenste Tonarten und abschließender Doppelfuge.

Alexander Borodin gehört mit Mussorgski und Rimski-Korsakov zu den großen russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das Streichquartett D-Dur ist neben seiner Oper „Fürst Igor“ sein bekanntestes Stück. Es entstand 1881 nach einem Sommerurlaub des Ehepaars Borodin und ist ein helles, beschwingtes Werk, das dabei ganz in der russischen Motivik lebt. Felix Mendelssohns Quartett f-Moll, die gleiche Tonart wie das konzerteröffnende von Haydn, ist sein letztes Werk und steht im biografischen Zusammenhang mit dem Tod seiner Schwester Fanny, der er eng verbunden war. Möglicherweise erklärt diese seelische Belastung die unübliche Verwendung der düsteren Tonart f-Moll in drei Sätzen und häufige Ausbrüche aus den kompositorischen Konventionen. Gespenstische Klangwirkungen, unvermittelte Kontraste, geradezu tragische Passagen werden auch die Bensheimer Hörer nicht kaltlassen.

Kartenvorverkauf: Bücherstube Deichmann, Musikbox im Kaufhaus Ganz, Auerbacher Bücherkiste; Reservierungen per E-Mail unter karten@kunstfreunde-bensheim.de. Die Abendkasse öffnet am 14. April ab 19.00 Uhr. red

Info: Weitere Infos unter www.kunstfreunde-bensheim.de

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