Bensheim

Naturschutz Stadt legt zwei weitere Benjeshecken an

Ein Lebensraum für Tiere

Archivartikel

Bensheim.Zwei neue Benjeshecken wurden hinter dem Bensheimer Soldatenfriedhof in Richtung Segelflugplatz im Gewann Eckwäldchen angelegt, ein Infoschild weist jetzt darauf hin.

Die circa sechs Meter langen und 60 Zentimeter breiten Hecken befinden sich auf einer Fläche, die von Richard Götzinger gepachtet ist, der mit Kirsten Klauder in Zell den Bio-Schafhof Meerbachtal betreibt.

Die Schafe weiden dort hinter dem Soldatenfriedhof einige Wochen im Jahr und betreiben so Landschaftspflege auf ganz natürliche Art. „Die Hecken leisten einen sehr wertvollen Beitrag für die Natur und bieten Tieren und Insekten einen geschützten Lebensraum“, sagt Umweltdezernent Adil Oyan.

Für die Benjeshecke wurden anfallendes Holz und Äste genutzt, die Initialpflanzung wurde mit heimischen Sträuchern durchgeführt. Nach und nach wird jetzt das Totholz verrotten und von Sträuchern überwachsen, so entsteht ein natürlicher Lebensraum für heimische Tierarten wie Igel, Vögel und nützliche Insekten. Eine zweite Hecke ist in Auerbach an der Grenze zu Zwingenberg entstanden. Auch dort wurde ein Infoschild aufgestellt. Weitere Benjeshecken sollen nach und nach angelegt werden.

Benannt ist die Hecke nach ihrem Erfinder Hermann Benjes aus Bickenbach. Die Hecken sind in der freien Landschaft und mittlerweile auch in immer mehr Privatgärten zu finden. Das Grundprinzip besteht darin, Hecken nicht anzupflanzen, sondern das Aussäen der Pflanzen dem Wind und der Tierwelt zu überlassen.

Es dauert rund 15 bis 20 Jahre, ehe aus dem Totholzhaufen eine Hecke entsteht. Wenn es schneller gehen soll, ist es sinnvoll, Stecklinge, Sämereien oder auch junge Gewächse in der Hecke zu pflanzen. Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass Schnittgut von Sträuchern und Bäumen nicht aufwendig in der nächsten Kompostieranlage entsorgt werden muss. ps

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