Bensheim

Stadtpark-Festival Am Dienstagabend sorgte die Big Band George Krull & the Schmiddis für Stimmung

Ein Vogel mit viel Musik im Blut

Archivartikel

Bensheim.Das Lieblingstier der Bensheimer? Na klar, ein Vogel. Nicht irgendeiner, sondern ein ganz bestimmter: einer ohne Federkleid, dafür aber mit Musik im Blut und einer kreativen Ader. Der Vogel der Nacht fliegt seit Montagabend wieder – zum mittlerweile 14. Mal hat er im Stadtpark sein „Nest“ gebaut.

In den vergangenen Jahren hat das Tierchen fleißig Nachwuchs bekommen, der sich in anderen Städten der Region niedergelassen hat – Zwingenberg, Lorsch, Pfungstadt und auch Heppenheim haben mittlerweile eigene Open-Air-Festivals. Doch der Bensheimer Vogel bleibt das Muttertier, das Original, das viele treue Fans hat. Und die zog es an den ersten beiden Tagen bereits zu Hunderten zur „schrägen Wiese“ im oberen Stadtpark. Nach dem Auftakt mit der HR-Sommertour startete am Dienstag das reguläre Festival-Programm mit Artistik und ganz viel Live-Musik.

Heiß ist es – das ist in diesem Jahr fast keine Überraschung mehr. Die tropischen Temperaturen werden dem Vogel voraussichtlich durch die sechs Festivaltage begleiten. Verständlicherweise füllt sich die Wiese am Dienstagnachmittag zunächst etwas zögerlich. Dann aber, als die Sonne sich langsam hinter die Bäume verabschiedet, strömen auch die Besucher auf das Areal und richten sich auf der Wiese mit Picknickdecken häuslich ein. Das Publikum: wie immer bunt. Kinder hüpfen zwischen den Decken herum, entspannte Eltern sitzen ganz relaxed in Sichtweite, dazwischen Grüppchen von jungen Leuten und Mittelalten und ganz oben hockt der Senior im Liegestuhl an der Stadtparkmauer und beobachtet das Treiben aus der Ferne. Chris Beer und Tobi Vorwerk, zwei Singer/Songwriter, sorgen für den passenden Soundtrack.

Dann, nach Sonnenuntergang, als der Himmel sich erst rosa und später dunkler färbt und die Temperaturen langsam erträglich werden, füllt sich die Vogel-Bühne mit den sieben Musikern und drei Sängerinnen der Big Band George Krull & the Schmiddis – und im Stadtpark ertönt ein satter Sound, bei dem es schwerfällt, die Füße und andere Körperteile dauerhaft stillzuhalten. Mit Elektro-Swing machen die jungen Musiker aus Frankfurt dem Publikum Beine – und das im wahrsten Sinne: Schon gleich zu Beginn swingen die Ersten vor der Bühne mit – das gefällt den drei charmanten, im Stile der 20er Jahre gekleideten Sängerinnen, die selbst auch ordentlich Gas geben zur Musik ihrer Bandkollegen. Feine Swing-Klassiker mixt die Combo live mit modernen Clubbeats – eine Mischung, die Laune macht. Ebenso wie die Soloeinlagen des Posaunisten oder des Gitarristen.

Dazu klimatische Bedingungen wie in Südeuropa, ein kühles Getränk in der Hand, der Stadtpark mittlerweile stimmungsvoll illuminiert und jede Menge gut gelaunte Leute in der Nachbarschaft – herrlich, so kann der Vogel weitergehen! cim

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