Bensheim

Soroptimist-Club Vertreterin des Jugendrats der Generationen-Stiftung zu Gast

Eine Bürde für die Jüngeren

Archivartikel

Bensheim.Theresa Streib, eine Vertreterin des Jugendrats der Generationen-Stiftung, besuchte den Soroptimist-Club Bensheim/Heppenheim und informierte über die Stiftung und ihre Aktivitäten.

Soroptimistinnen befassen sich mit Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau und setzen sich ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen. Vor diesem Hintergrund – Sicherung unserer Lebensgrundlagen – luden sie Theresa Streib zu sich ein, um mehr über die Generationen-Stiftung und über die Kampagne „Wir kündigen“ zu erfahren.

Streib bekam dabei die Möglichkeit, vor dem Kreis der interessierten Damen ausführlich ihre Sichtweise darzustellen: Vorangegangene Generationen haben immer versucht, ihren Kindern eine bessere und gerechtere Welt zu hinterlassen. Auch deshalb geht es uns heute so gut wie nie zuvor. „Die jüngsten Bundesregierungen und Bundestage trafen und treffen jedoch durchweg Entscheidungen, die den jüngeren Generationen unzumutbare Bürden, wenn nicht sogar irreversible Schäden auflasten“, so Theresa Streib.

Gilt der Vertrag noch?

Der Generationenvertrag bedeutet, dass die Erwerbstätigen die Kindheit, Jugend und den Lebensabend der anderen Generationen sichern. Aber gelte dieser Vertrag noch? Die Generationen-Stiftung setze sich für gesellschaftliche Veränderungen ein, damit den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft hinterlassen werden könne. Ihr Jugendrat gehe soweit, dass er diesen Vertrag kündigt und einen neuen Generationenvertrag fordert.

Er fordere, dass Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz aufgenommen werden soll. Wenn Nachhaltigkeit in alle politischen Entscheidungen einfließe, sollten die natürlichen Lebensgrundlagen für heutige und künftige Generationen besser geschützt werden können.

Ebenso fordert der Jugendrat eine Senkung des Wahlalters: Junge Leute unter 18 sollten die Möglichkeit bekommen, sich aktiv ins Wahlverzeichnis eintragen zu lassen, um sich demokratisch zu beteiligen. Mit öffentlichkeitswirksam platzierten Kampagnen – unter anderem gegen SUVs – machte der Jugendrat bereits auf sich aufmerksam.

Bei einigen Aktionen arbeiten sie eng mit der Bewegung Fridays for Future zusammen. Die Soroptimistinnen vom Club Bensheim/Heppenheim waren vom Engagement ihrer jungen Referentin beeindruckt. Das professionelle Auftreten gepaart mit persönlicher Ausstrahlung habe sie überzeugt.

An weiteren Dialogen beteiligen

Theresa Streib: „Wir wollen seriös auftreten, um ernstgenommen zu werden.“ Die Soroptimistinnen fragten, warum im Jugendrat nur Studierende vertreten seien, warum es keine regionalen Strukturen gebe und ob die jungen Leute nur ein Vehikel seien, um die Forderungen zu transportieren. Gerne wolle man sich an weiteren Generationendialogen beteiligen. red

Info: Mehr zum örtlichen Soroptimist-Club: https://clubbensheimheppenheim.soroptimist.de

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