Bensheim

Sankt Bartholomäus Fehlheimer Gemeinde blickt auf ereignisreiches Jubiläumsjahr zurück / Zünftiger Abend mit Pfälzer Spezialitäten zum Abschluss

Eine Kirche, die auf festem Stein erbaut ist

Fehlheim.Seit 175 Jahren steht die Kirche Sankt Bartholomäus Fehlheim im Zentrum des Ortes. Sie hat die Widrigkeiten der Zeit schadlos überdauert. Um es mit biblischen Worten zu sagen: Sie ist auf festem Stein erbaut.

Doch nicht nur das Gebäude hat Stand gehalten, auch die lebendige Kirche, die Fehlheimer Christen, sind ihrem Glauben treu geblieben, anders lässt sich das vielfältige Engagement im Jubiläumsjahr nicht erklären. Pfarrer Äneas Opitek, Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat, die verschiedenen kirchlichen Gruppierungen und die Mitglieder der Kirchengemeinde können auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr mit vielen interessanten Veranstaltungen zurückblicken.

Ende Oktober will man das Fest mit einem zünftig-gemütlichen Abend fröhlich beenden.

Festschrift und Jubiläumswein

Dass mit dem Abschluss das Jubiläum nicht in völlig Vergessenheit gerät, dafür sorgten die Verantwortlichen gleich zu Beginn des Festjahres: Die Kirchengemeinde präsentierte eine umfang- und detailreiche Festschrift zum 175. Jubiläum. Das kleine Buch wird auch kommenden Generationen über die Entstehung und die Geschichte des schönen Gotteshauses Auskunft geben.

Die Schrift legt gleichermaßen Zeugnis davon ab, dass die Fehlheimer Christen ihre Kirche in Ehren hielten und das Gebäude als beredtes Zeugnis des Glaubens schätzten.

Beim Lesen der Festschrift konnten die Fehlheimer obendrein ein Glas des hervorragenden Jubiläumsweines verkosten. Die Idee, einen Jubiläumswein zu kreieren und anzubieten, kam nicht aus heiterem Himmel. Das Thema „Wein“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. Was lag also näher, als das Kulturgetränk sozusagen als „geistige“ Zugabe in die Jubiläumsaktivitäten einzubauen.

Dass die Organisatoren damit goldrichtig lagen, beweisen die Verkaufszahlen der Rebensäfte. Übrigens: Wein und Festschrift sind noch im Pfarrbüro und in der Sakristei erhältlich.

Orgelkonzert der besonderen Art

Für Lese- und Trinkgenuss war also von vornherein bestens gesorgt. Es folgte ein Erlebnis für das Gehör: Thomas Adelberger aus Lorsch gab im März ein Orgelkonzert der besonderen Art.

Bevor er sich an die „Königin der Instrumente“ setzte, erläuterte der Musiker die verschiedenen Kompositionen. Zudem erklärte er in wenigen Zügen den Aufbau einer Kirchenorgel und ging auch kurz auf die Geschichte der Fehlheimer Orgel und deren Vorzüge ein. Was folgte, war ein Orgelkonzert allererster Güte.

Damit der Körper, sprich: die Beinmuskulatur, nicht zu kurz kam, initiierte Pfarrer Opitek gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat im Juni eine Radtour nach Oppenheim. Warum gerade Oppenheim? Ganz einfach: In der Gemeinde in Rheinhessen steht eine sehr schöne Kirche, die ebenfalls den Heiligen Bartholomäus zum Patron hat.

Bei bestem Wetter radelte eine Gruppe ins schöne Rheinhessen, um dort die Gemeinde zu besichtigen, einen Gottesdienst zu feiern und schöne Stunden zu verbringen. Bevor am Abend der Regen einsetzte, waren die Radfahrer wieder zurück in Fehlheim.

Bischof Kohlgraf zu Gast

Das im August stattfindende Pfarrfest stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Jubiläums. Bischof Peter Kohlgraf ließ es sich nicht nehmen, aus diesem Anlass einen Festgottesdienst zu feiern. Der Mainzer Oberhirte trat nach der Messe nicht etwa unverzüglich den Rückweg an, sondern suchte im Hof des Pfarrzentrums die Nähe zu den Besuchern. Mitten unter den Gästen nahm der Bischof sein Mittagessen zu sich. Die Fehlheimer lobten das bescheidene Auftreten des Bischofs und dessen Aufgeschlossenheit und Zugewandtheit.

Zwei Wochen später feierte der Stadtteil das eigentliche Kirchweihfest mit einem Freiluftgottesdienst auf dem Festplatz. Natürlich war eine Abordnung der Pfarrgemeinde mit von der Partie: Jung und Alt, von Mitgliedern des Pfarrgemeinderates, über Messdiener bis hin zu den Kindergartenkindern und deren Betreuerinnen. Besonders viel Applaus von den am Straßenrand stehenden Zuschauern erhielt das Engel-Teufel-Pärchen. Keine Frage: Die wohl größte Gruppe war eine echte Bereicherung des Kerweumzugs. red

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