Bensheim

BfB Wählergemeinschaft wäre für kleineren Neubau

„Eine Rolle rückwärts“

Archivartikel

Bensheim.Der Neubau des Hauses am Markt war eine der zentralen Positionen der CDU im Koalitionsvertrag mit GLB und BfB. „Die BfB hatte das Vorhaben, den Marktplatz mit einem passablen Gebäude dauerhaft zu beleben, überzeugt: Das Konzept war bisher für uns akzeptabel“, so Fraktionschef Franz Apfel.

Für den Bürgermeister und die CDU sei es wichtig gewesen, dass die Koalition zu diesem Thema geschlossen auftritt. „Umso mehr sind wir von der sehr späten Rolle rückwärts überrascht. Wir erinnern an die drei unterschriebenen Mietverträge und die schon entstandenen Planungskosten. Und wir stellen die Frage: Kommen hier Schadensersatzansprüche und zusätzliche Ausgaben durch höhere Bau- und Planungskosten auf die Stadt Bensheim zu und wenn ja, in welcher Höhe? Aus dem vermeintlichen Befreiungsschlag kann Schlimmeres erwachsen. Sämtliche Konsequenzen sind für uns jedoch derzeit noch nicht absehbar“, heißt es weiter.

„Wäre das Chaos perfekt“

Ein weiteres Problem aus Sicht der BfB ist die Stellungnahme der Denkmalbehörde: Diese stimmte einem Abbruchantrag nur zu, wenn – Zitat aus der Stellungnahme –, „an gleicher Stelle wieder eine Bebauung erfolgt, die sich in Größe, Proportion und Gestaltung in den bestehenden historischen Kontext des Ensembles einfügt und die städtebauliche Anforderung einer den Marktplatz abschließenden Bebauung erfüllt.“ Diese Stellungnahme der Kreisdenkmalbehörde habe man als einen Fakt angesehen.

„Wenn bei dieser Entwicklung auch noch das Café Extrablatt abspringt, dann wäre das Chaos perfekt“, meint Apfel. Die BfB will sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Marktplatz belebt und die Innenstadt entwickelt wird. Das gelinge nur mit einem guten Café-Betreiber. In der Koalition sei es bisher Konsens gewesen, dass der Beseitigung der Friedhofsruhe am Marktplatz höchste Priorität eingeräumt werde. Die BfB stehe für ein „dann bleibt es wie bisher” nicht zur Verfügung.

„Unsere Wählergemeinschaft trägt eine angemessene Rücknahme der Baumasse – vor allem im Bereich des Museums – und die Höhenreduzierung auf der Marktplatzseite mit. Der Baukörper sollte die historischen Dimensionen nicht überschreiten. Das Raumangebot, besonders der Mehrzwecksaal für Vereine, ist von großer Bedeutung und sollte beibehalten werden.“ dr

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