Bensheim

OWK Bensheim Vom Alsbacher Schloss ging es zurück zum Kirchberg oberhalb von Bensheim

Eine stürmische Wanderung

Archivartikel

Bensheim.Mitte Februar startete der Odenwaldklub Bensheim mit zwölf Unentwegten bei „stürmischen“ Wetter von der Bus-Endhaltestelle „Alsbach-Hinkelstein“ die Winterwanderung. Dies teilte der Verein nun mit.

Der Anstieg zum Alsbacher Schloss, das auf einer 257 hohen Anhöhe oberhalb von Alsbach thront, war recht schnell geschafft. Das Schloss wurde 1235 von den Herren von Bickenbach, wahrscheinlich von Gottfried I. von Bickenbach, erbaut.

Auf dem Burgenweg/Comoder Weg, mit vielen Ausblicken zur Bergstraße, einer kurzen Rast mit kleinem Ausschank, erreichte die Gruppe die Burgruine Schloss Auerbach, die auf dem Auerberg (345 Meter) steht. Vermutlich erfolgte ab 1222 die Erbauung des Auerbacher Schlosses durch den Grafen Diether IV. von Katzenelenbogen.

Ab hier übernahm Paula (elf Jahre), die Enkeltochter eines Vereinsmitglieds, die „Führung“. Sie folgte dem Burgenweg, hielt unterwegs an, wartete bis die Gruppe wieder aufgeschlossen hatte und war pünktlich an der Gaststätte „Alte Dorfmühle“ in Auerbach. Die Mühle ist die älteste und größte Mühle der Auerbacher Gemarkung.

Die früheste sichere Erwähnung der Mühle, die damals noch „unterste“ Mühle hieß, stammt aus dem Jahr 1475. Es wird angenommen, dass die Mühle noch viel älter ist und schon Ende des 13. Jahrhunderts der Versorgung des Auerbacher Schlosses diente. Ungefähr 15 Müller haben seit dieser Zeit in der Dorfmühle gewirkt. Der erste urkundlich Erwähnte war Henchen von Alsbach und der letzte hat vor etlichen Jahren das Müllerhandwerk aufgegeben und seine Wasserrechte verkauft. Nach der Mittagseinkehr, an der weitere Mitglieder und Gäste teilnahmen, folgten die Wanderer dem Burgenweg durch das Fürstenlager.

Der Staatspark Fürstenlager ist die um 1790 errichtete, ehemalige Sommerresidenz der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt in Auerbach. In dem etwa 46 Hektar großen, rund um einen Mineralbrunnen angelegten Park befinden sich herrschaftliche Häuser, Denkmäler und Gartentempel sowie eine Reihe von Hofgebäuden, die in der Form eines traditionellen Dorfes angeordnet sind. Der Park selbst gehört zu den frühen englischen Gärten in Deutschland. Er ist in die hügelige Landschaft eingebettet und beherbergt unter anderem 50 exotische Bäume und Sträucher, darunter eine der ältesten Riesenmammutbäume Deutschlands.

Der Kirchberg war das letzte Ziel des Tages. Auf dem Gipfel des Kirchbergs befindet sich das bewirtschaftete Kirchberghäuschen. Am 2. Juni 1857 wurde das Kirchberghäuschen als „Lusthaus“ eingeweiht. Ein Lusthaus war in der höfischen Renaissance und des Barocks ein größeres Veranstaltungshaus für Feste, Empfänge und gesellschaftliche Veranstaltungen.

Dort oben bedankte sich Willi Völker mit einem kleinen Gedicht bei den Wanderführerinnen. Wohlbehalten erreichte die Wandergruppe nach 16 Kilometer Wanderstrecke Bensheim. red

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