Bensheim

Historisches Willi Schmitt hat im Archiv geblättert

Erste Maskenbälle in Zell

Zell.Die närrische Zeit steuert mittlerweile auf ihren Höhepunkt zu, an den kommenden Wochenenden haben auch in Bensheim und seinen Stadtteilen die Fastnachter das Sagen. Bei seinen Nachforschungen zum Thema „Erste Maskenbälle in Zell“ im Bergsträßer Anzeigeblatt fand Willi Schmitt nachfolgende Annoncen in der Zeitung:

Am Samstag, 5. Februar 1927, machte das Gasthaus „Vetters Mühle“ erstmals Werbung für eine Tanzveranstaltung mit der Kapelle Rettig aus Kolmbach. Aus dem gleichen Jahr stammt eine Anzeige des „Turn-Vereins Zell“, der für den 19. Februar 1927 zum Maskenball in den Sälen von „Vetters Mühle“ einlud.

Hier sollten die drei schönsten Masken prämiert werden. Eintritt und Tanz für „die Masken“ kosteten 1,50 Mark und für die Nichtmasken 0,50 Mark – jeder Tanz schlug allerdings nochmals mit 50 Pfennig zu Buche.

Der Gesangverein „Männerchor Zell“ hatte sich – laut Zeitungs-Annonce von damals – erstmals ein Motto ausgedacht. Mit dem Spruch „Im Vetters ist’s doch schäi, drum wolle mer heid owend uff Zäll mol gäi, do kon’me tanze, trinke, singe un lache, un allelei schäine Faxe mache“ warb man für den großen Maskenball in „Vetters Mühle“ mit Prämierung der fünf schönsten Masken. Die Eintrittspreise waren identisch mit denen am 19. Februar. Beim Turnverein spielte aber eine „erstklassische Jazz-Kapelle“ zum Tanz.

Erklärend sei hinzugefügt, so Willi Schmitt, dass damals nach mehreren Tänzen eine Marsch-Runde gespielt wurde, wobei sich die Tanzpaare in einer Reihe aufstellten und die Herren den oben genannten Preis von 0,50 Mark zahlen mussten. Die Frauen und Mädchen brauchten nichts zu bezahlen, die Musik spielte anschließend bis zur nächsten Tanz-Runde weiter. red

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