Bensheim

Kinderbetreuung Gemeinsame Einrichtung für Fehlheim und Schwanheim / Magistrat legt sich fest

Es bleibt bei einer Groß-Kita

Archivartikel

Bensheim.Die Ortsbeiräte haben sich durchgesetzt: Für die Stadtteile Fehlheim und Schwanheim wird nun doch eine gemeinsame siebenzügige Kita am Ortseingang von Fehlheim im alten Neckarbett gebaut. Der Magistrat hatte das Thema am Mittwoch auf der Tagesordnung, Beschlüsse wurden jedoch nicht gefasst.

Das heißt für die Praxis: Die von Bürgermeister Rolf Richter (CDU) eigentlich vor ein paar Wochen eingebrachte Vorlage, wonach statt einer gemeinsamen Einrichtung für jeden Stadtteil eine Kita neugebaut werden sollte (fünf Gruppen in Fehlheim, zwei in Schwanheim), bleibt in der Schublade – „auch deshalb, weil die Ortsbeiräte ihre ablehnenden Stellungnahmen aufrechterhalten haben“, teilte das Rathaus mit.

Beide Gremien hatten das Vorgehen des Rathauschefs harsch kritisiert und in einer Sitzung vor der Sommerpause gegen die neue Variante gestimmt – sehr zum Missfallen von Eltern, Erzieherinnen und den Kirchengemeinden, die bisher als Träger fungieren.

Aufgeheizte Stimmung

Diese hatten sich gegen die aus ihrer Sicht zu große Kita ausgesprochen, allerdings in dieser Deutlichkeit erst, nachdem die Stadtverordnetenversammlung bereits einen Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht hatte. Um die aufgeheizte Stimmung abzukühlen, gab es gemeinsame Gespräche. Die führten aber nicht dazu, dass man sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen konnte.

So lag der Ball wieder beim Bürgermeister und dem Magistrat der Stadt Bensheim. Ob das Thema in der nichtöffentlichen Sitzung überhaupt groß behandelt wurde oder man durch bloße Kenntnisnahme des Protokolls der Treffen Fakten schaffte, ist nicht bekannt.

Durch die jüngste Entscheidung bleibt nun alles beim Alten. In Abstimmung mit dem RP muss die Planung im regionalen Grünzug vorangetrieben und die Trägerschaft geklärt werden.

Bei einer zweigleisigen Lösung wären die Kirchen mit an Bord geblieben, bei einem gemeinsamen Vorhaben nicht. Vieles spricht dafür, dass die Stadt übernehmen muss.

Läuft alles nach Plan, könnten die Räumlichkeiten 2024 bezogen werden. Weitere Details kann es erst im Lauf des Verfahrens geben. Fest steht, dass passend zum Grüngürtel ein naturnahes Konzept angedacht ist.

Unklar ist momentan allerdings, wie die Fraktionen auf die jüngste Entwicklung reagieren. Besonders BfB und GLB zeigten sich wenig begeistert von einer Bebauung des alten Neckarbetts und hatten daher die Kehrtwende begrüßt. Ohne einen Impuls aus dem kommunalpolitischen Raum wird das Thema aber nicht neu diskutiert. Der Grundsatzbeschluss aus dem Februar hat Bestand.

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