Bensheim

CDU Bei einem Ortsrundgang machten Christdemokraten auf die vielfältigen Verbindungen aufmerksam

Europa ist auch in Bensheim spürbar

Archivartikel

Bensheim.Die engen Verbindungen in Europa wurden bei einem Rundgang durch die Innenstadt deutlich, zu dem die CDU eingeladen hat. Über Plätze in der Stadtmitte von Bensheim, die nach Partnerkommunen – von Beaune bis Hostinné – benannt sind, führte der Weg. An mehreren Stationen kosteten die Teilnehmer kulinarische Spezialitäten aus europäischen Ländern.

„Deutschland liegt mitten in Europa“, sagte Vorsitzender Tobias Heinz. „Wir brauchen Europa – und Europa braucht uns.“ Um die engen Verbindungen gehe es bei der Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai, die in einem jahrzehntelangen Einigungsprozess entstanden sind und Feindseligkeiten überwunden haben. Sicherheit, Frieden und Wohlstand verbinden die Christdemokraten damit.

Treffpunkt der kleinen „Reise“ war die rote Telefonzelle am Amersham-Platz, ein Exemplar aus England. Dort sprachen die 35 Teilnehmer, darunter die Landtagsabgeordnete Birgit Heitland, den Brexit an. Sie bedauerten die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen.

Angesichts der Hängepartie um den Austrittsvertrag zeige sich, wie schwierig das Auflösen der zusammengewachsenen Strukturen ist. In jedem Fall: Großbritannien soll ein Partner bleiben, waren sich die Teilnehmer einig.

Nicht allein um Politik drehte sich die Veranstaltung, sondern wechselte sich an mehreren Stationen mit schmackhaften Häppchen und gefüllten Gläsern ab. Spezialitäten unter anderem von der spanischen Insel Mallorca, aus dem Nachbarland Polen und der ungarischen Partnerstadt Mohács wurden verzehrt. Damit zeigte der Rundgang der CDU auch, welche Vielfalt an Feinkost in der hiesigen Innenstadt geboten wird.

Einige Punkte aus dem Wahlprogramm der Union nannte Vorstandsmitglied Dr. Wilhelm Karnbrock: Vom Binnenmarkt soll Deutschland aufgrund seiner Exporte in europäische Länder weiterhin profitieren. „Regulierungen abbauen und Infrastruktur ausbauen“, laute das Ziel. Der Stabilitätspakt müsse eingehalten werden, jeder Mitgliedsstaat für seine Schulden verantwortlich bleiben. Weil Kriminalität und Terrorismus nicht an Grenzen halt machen, sind laut CDU ein besserer Informationsaustausch zwischen den Sicherheitskräften und eine europäische Polizeibehörde geplant. Außengrenzen müssten geschützt, eine geordnete Migration sowie ein einheitliches Asylrecht erreicht werden.

Über die aktuellen Themen hinaus seien die Kontakte zwischen den Bürgern von besonderer Bedeutung, wie sie in den Partnerschaftsvereinen gepflegt werden. Die vielfältigen Aktivitäten des deutsch-ungarischen Freundeskreises stellte dessen Vorsitzender Franz Müller vor. Vor 30 Jahren wurde der Verein gegründet, die Verschwisterung war damals erst die zweite zwischen Städten aus Deutschland und Ungarn.

Nicht nur mit gegenseitigen Besuchen leben die Mitglieder die persönlichen Verbindungen. Regelmäßig werden auch Hilfstransporte nach Mohács organisiert, um praktische Unterstützung für die Menschen zu leisten. Diese Transporte werden nicht zuletzt aus den Einnahmen von Veranstaltungen in Bensheim finanziert.

Als wichtig für die Zukunft Europas nannte CDU-Vertreter Feridun Bahadori, die Bürger mitzunehmen. Die Politik müsse verständlich sein. Keinesfalls dürfe Europa den Populisten überlassen werden. Nur gemeinsam ließen sich Werte und Lebensweise bewahren, Regeln für den weltweiten Handel mitgestalten, die Besteuerung von globalen Konzernen durchsetzen und Sozialstandards behaupten. red

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